By your side-by Shingel
Kapitel 1- Beginning of a new Life
(Emilys Sicht)

Ich hörte ein Poltern und schreckte aus meinem Traum auf. Es musste wohl ein Alptraum gewesen sein ,denn mir liefen die Schweißperlen von der Stirn. Da fiel es mir wieder ein, dass heute DER Tag war, der Tag an dem ich Stuttgart und meine Freunde verlassen musste. Ich setzte mich in meinem Bett auf. Da war es wieder das Poltern. Die Möbelpacker mussten wohl schon da sein. In zwei Stunden würden wir losfahren nach Magdeburg, dahin wo meine frühere beste Freundin Jenny schon vor einem Jahr hingezogen war. Wir hatten uns geschworen, immer in Kontakt mit einander zu bleiben, aber inzwischen haben wir schon ein halbes Jahr nichts mehr von einander gehört. Sie ist mir auch irgendwie egal geworden, ich hatte ja hier meine Freunde, die aber jetzt so schwer es mir auch fiel in Stuttgart zu rück lassen musste. Ich unterdrückte ein paar Tränen, denn der Gedanke an den Umzug versetzten mir Stiche in die Magengegend. "Emily", hörte ich meine Mutter von unten rufen. ''Emily, hörst du mich nich?'' Ich hatte keine Lust ihr zu antworten, schließlich war sie es ja gewesen, die umziehen wollte. Sie kam ursprünglich aus Magdeburg und da mein Vater dort jetzt eine Arbeit gefunden hatte, kam ihr das sehr gelegen. Typisch meine Mutter. Sie nahm nie Rücksicht auf mich, das lag wohl daran, dass ich ein Einzelkind war. ''Emily!!!'', hörte ich sie wieder rufen. Och man, so langsam nervt sie aber, dachte ich und schälte mich also langsam aus meiner Bettdecke. Ich tapste zur Tür und als ich sie öffnete, stand meine Mutter mit einem wutverzerrtem Gesicht vor mir. ''Sag mal wieso antwortest du mir nich? Und warum machst du so ein trauriges Gesicht?'' Was war das den für ne dumme Frage. ''Vielleicht weil du mich grad voll ankotzt?'' Sorry Mum, aber das musste jetzt raus. Ich hatte alles versucht um nich umziehen zu müssen, aber alles war vergebens gewesen, dachte ich. ''Also sag mal wie redest du den mit mir? Geh runter frühstücken wir fahren in 20 Minuten'', sagte meine Mutter. 20 MINUTEN???!!!! Hatte ich gerade 20 Minuten gehört? "Aber das geht nicht, ich muss mich noch von Lotte verabschieden!!", heulte ich. "Gestern hast du noch gesagt wir fahren erst um 11 Uhr los!!" "Die Möbelpacker sind aber fertig. Du kannst Lotte auch aus dem Auto vom Handy aus anrufen.", mit diesen Worten verließ sie mein Zimmer. Ich kannte meine Mutter. Hier half alles "Bitten und Betteln" nichts. Also machte ich mich auf den Weg ins Bad. Schon 20 Minuten später saß ich im Auto und heule meiner besten Freundin die Ohren voll. Am Ende mussten wir beide heulen. Nach 10 Minuten maulte mich meine Mutter wieder an: "Emily, unterbrich das Gespräch jetzt bitte, sonst bezahlst du deine nächste Rechnung selber.". Seufzend verabschiedete ich mich von Lotte mit der Versprechung sie später noch einmal übers Festnetz anzurufen. Als wir endlich in Magdeburg ankamen war es schon 4 Uhr. Da unsere Möbel noch nich angekommen waren, hatte ich nichts zu tun und beschloss die Gegend zu erkunden, denn ich wollte nicht an morgen denken, meinen ersten Schultag an der neuen Schule, vor dem ich so Angst hatte. Ich entdeckte eine Bank und setzte mich. Mir begannen schon wider die Tränen in die Augen zu steigen als ich auf einmal Schritte hörte, ich wischte sie schnell weg. Vor mir stand ein Mädchen, das mir irgendwie bekannt vorkam, ich aber nicht zuordnen konnte.

Kapitel 2-Meet you again
(Jennys Sicht)

Ich konnte es nicht glauben! War sie es wirklich? War es wirklich Emily? Meine frühere beste Freundin...
"Emily?", fragte ich leise. Sie schaute auf. Ihre Augen waren mit Tränen gefüllt und ihre Schminke verlaufen. "Emily?", wiederholte ich meine Frage, "bist du das wirklich? Erkennst du mich nicht? Ich bin's Jenny!" Sie guckte mich an als wäre ich ein Gespenst, öffnete den Mund, schloss ihn aber sofort wieder. Nach ein paar Sekunden schweigen, fragte sie schließlich verblüfft: "Jenny?" "Ja! Was machst du denn hier?", fragte ich. "Ich... Wir sind umgezogen und wohnen jetzt hier in Magdeburg...",flüsterte sie und wieder blitzten Tränen in ihren Augen auf. Irgendwie tat sie mir ja Leid, aber andererseits war ich sauer auf sie. Emily hatte mir nämlich versprochen, dass wir immer in Kontakt beleiben würden, aber ganz plötzlich hatte sie sich nicht mehr gemeldet. Deshalb fragte ich sie:"Warum hast du dich denn nicht mehr gemeldet?" "Ach, wir hatten doch mittlerweile neue Freunde gefunden und ich dachte, wir würden uns sowieso nie wieder sehen", erklärte sie mir. Ich wusste zwar, dass das der Wahrheit entsprach, aber irgendwie machte mich diese Antwort richtig sauer und ich entgegnete trotzig:"Stimmt! Wir haben neue Freunde! Also viel Spaß beim Suchen!" Emily schaute mich entsetzt an. "Aber...", flüsterte sie kaum hörbar. Doch weiter kam sie nicht, denn sie konnte ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Doch statt sie zu trösten, drehte ich mich um und ging.

Als ich zu Hause in meinem Zimmer war, wurde mir klar, dass ich viel zu hart zu Emily gewesen war. Sie hatte schließlich Recht gehabt. Auch ich hatte geglaubt, dass ich sie nie wieder sehen würde. Ich hatte neue Freunde gefunden, ein ganz normales Leben geführt, ohne Emily. Wenn ich sie wieder sehen würde, würde ich mich bei ihr entschuldigen, das nahm ich ,mir ganz fest vor und setzt mich auf mein Bett, von dem aus ich meine neue Green Day CD anschaltete. Doch plötzlich fing mein Handy an zu klingeln. Auf dem Display stand: "Emily ruft an". Wie lange hatte ich das schon nicht mehr gelesen?! "Ja", meldete ich mich. Plötzlich begann mein Herz zu rasen, ich war furchtbar aufgeregt, aber ich wusste nicht wieso. Ich hatte schließlich schon so oft mit Emily telefoniert. Aber trotzdem war ich so aufgeregt, ich wollte unter keinen Umständen etwas falsches sagen. "Hallo Jenny! Hier ist Emily!", sagte sie. "Hallo Emily! Was gibt's?", fragte ich und versuchte einigermaßen normal zu klingen, denn meine Stimme zitterte leicht. "Also, ich wollte noch mal mit dir reden. Das eben war irgendwie ein Missverständnis, glaube ich. Aber per Telefon ist das dumm, können wir uns irgendwo treffen?", fragte Emily. "Ähm... Ja, klar! Wie wär es mit der Bank an der wir uns eben getroffen haben? Ich könnte in 10 Minuten da sein", antwortete ich. "Toll! Danke! 10 Minuten! Bis gleich!", verabschiedete sie sich. Ich legte auf, zog mir schnell eine Jacke über uns schloss die Tür hinter mir. Ich lief ziemlich schnell und so sah ich die Bank schon nach ein paar Minuten. Emily war schon da. Noch bevor ich etwas sagen konnte, sagte sie:" Es tut mir so Leid! Ich hätte mich melden sollen!" Ich schüttelte mit dem Kopf und meinte:"Nein, mir tut es Leid, ich dachte doch das Gleiche wie du!" Emily lächelte:"Ich freu mich dich wieder zu sehen!" "Ich doch auch!", gab ich fröhlich zurück. Dann taten wir das, was wir seit einem Jahr nicht mehr gemacht haben, wir umarmten uns.

Kapitel 3- First day in new school
(Emilys Sicht)

Ich konnte es kaum glauben, nach einem Jahr lagen wir uns endlich wieder in den Armen. Zum Glück hatte sie meine Entschuldigung angenommen. Da fiel mir wieder der morgige Tag ein, der 1. Schultag an der neuen Schule. Als ob Jenny meine Gedanken lesen konnte, fragte sie mich plötzlich:"Sag mal, auf welche Schule gehst du hier eigentlich?" " Ich weiß nicht genau, ich glaub die Schule heißt Kurfürst Joachim Friedrich Gymnasium oder so ähnlich", entgegnete ich ihr. "Ehrlich? Auf die Schule geh ich auch! Weißt du zufällig auch schon in welche Klasse du gehst?" "Ja, ich komm in die 9b", antwortete ich ihr. " Oh schade, ich geh nämlich in die 9d", sagte sie enttäuscht. Mist, dachte ich, dann würde sie ja nur in den Pausen sehen. Da fiel mir ein, dass ich noch gar nicht wusste, wo Jenny überhaupt wohnte und wo diese verdammte Schule war. "Du, Jenny, sag mal wo wohnst du eigentlich?", fragte ich. "Ich? Ich wohn in der Gartenallee. Und du?" "Das gibt's doch echt nicht... Ich auch!", sprang ich erfreut auf. "Dann kann ich dir ja den Weg zur Schule zeigen", bot sie mir an und ich war ihr wirklich dankbar, denn jetzt musste ich mir den Weg zur Schule nicht durchfragen. Da Jenny nach Hause musste, machten wir uns auf den Heimweg, vor ihrer Haustür machten wir noch schnell einen Treffpunkt für morgen aus, dann ging ich auch Heim. Als ich die Tür aufschloss, kam mir meine Mutter schon entgegen gelaufen:"Mensch Emmi-Maus, wo hast du den gesteckt?" Ich hasste es, wenn sie mich so nannte, antwortete daher nur kurz:"Draußen!" und stampfte dann die Treppe hoch in mein Zimmer. Ich war noch sauer auf sie, wegen dem Umzug. Ohne an diesem Abend etwas zu essen, ging ich ins Bett und schlief komischerweise auch sofort ein. Am nächsten Morgen wurde ich von meinem Wecker aus meinen Träumen gerissen, schon wie am Vortag waren es die Möbelpacker, die unsere restlichen Möbel brachten.
Heute also würde ich in die neue Klasse kommen. Ich war sehr aufgeregt, als ich meine neue Schule betrat, hier würde ich mich in 10 Jahren nicht zurecht finden. Diese Schule war überdimensional groß, ich hatte echt keinen Plan wie ich meinen Klassenraum finden sollte, aber Jenny half mir zum Glück und brachte mich zum Raum 204, meinem neuen Klassenraum. Dann musste sie auch zum Unterricht und ließ mich allein. Na toll, dachte ich. nach und nach kamen immer mehr Schüler und der Raum füllte sich. Als es klingelte, kam eine Lehrerin, die sich mir noch vor dem Klassenraum als Frau Kruss vorstellte und mich in den Raum begleitete. Dort setzte sie mich neben einen Jungen, der sehr feminin aussah, er wirkte irgendwie schwul. Er stellte sich mir als Bill vor. Ich fand ihn von Anfang an ziemlich bescheuert und war froh als endlich Pause war. Zum Glück stand Jenny schon vorm Klassenraum und so musste ich mir nicht erst noch einen Weg raus aus dem Schulgebäude suchen, der auf den Pausenhof führte. Dort erzählte ich Jenny meine ersten Eindrücke und Erlebnisse, die ich in den ersten beiden Stunden so erlebt hatte.... ich erzählte ihr auch von Bill, über den sie mir erstaunlicherweise viel erzählen konnte...

Kapitel 4- Twins
(Jennys Sicht)

"Bill?", fragte ich und musste lachen. Emily schaute mich erwartungsvoll an. "Du sitzt neben Bill? Bill Kaulitz? Di tust mir echt Leid!", sagte ich immer noch lachend. "Ich find ihn zwar auch nicht so toll, aber darf ich fragen, warum ich dir Leid tue?", fragte sie interessiert. "Na, weil er und sein Zwillingsbruder die totalen Außenseiter sind. Ich glaube, die haben nur einen Freund und der Heißt Andreas oder so. Bill wird immer als Schwuchtel und so beschimpft, weil er sich schminkt und so feminin aussieht. Und sein Zwilling macht immer voll einen auf Macho, das ist ja so lächerlich. Na ja, die sind halt totale Außenseiter", erklärte ich ihr. Jetzt musste auch Emily lachen: "Stimmt, Bill sieht echt aus wie ne Schwuchtel! Aber der hat echt noch nen Zwillingsbruder?" Ich nickte. "Ist ja heftig, gleich zwei von der Sorte!", meinte Emily. "Na ja, fast. Die halten zwar zusammen wie Pech und Schwefel, aber sehen alles andere als gleich aus. Sein Zwillingsbruder heißt übrigens Tom. Er hat Draed Loks und seine Klamotten sind ihm mindestens 3 Nummern zu groß. Aber was wirklich schlimm ist, dass er in meine Klasse geht, aber Das Schlimmste ist, dass er neben mir sitzt und die ganze zeit versucht mit mir zu flirten. Ich kann ihn nicht leiden! Nein ich hasse ihn sogar!", beschwerte ich mich. Emily begann wieder zu lachen:"Jetzt tust du mir Leid!" Wieder lachten wir gemeinsam. Es war schön wieder mit ihr zu lachen, fast wie früher als wir noch die besten Freundinnen waren. Wir gingen jetzt schon wieder wie früher miteinander um, man merke wirklich nicht, dass wir fast ein halbes Jahr keinen Kontakt mehr zueinander hatten. Dann klingelte es. Ich verabschiedete mich von Emily und verabredete mich mit ihr für den Nachmittag, da ich schon nach der vierten Stunde aus hatte, so würde ich sie in der zweiten Pause nicht sehen.
Ich würde Emily nachmittags also abholen und ihr mein Lieblingscafé in Magdeburg zeigen. Ob es ihr wohl auch so gut gefallen würde wie mir?
Doch ich wurde unsanft aus meinen Gedanken gerissen, denn Tom hatte mir auf den Arsch gehauen. "Na Süße?!", sagte er frech. "Sag mal geht's noch?!", beschwerte ich mich. Ich gab ihm eine schallende Ohrfeige. Tom guckte mich verdutzt an, damit hatte er wohl nicht gerechnet. "Mach das nie wieder, du blöder Möchtegern-Macho!", schrie ich ihn an. Ich ließ ihn einfach stehen, wie ich diesen Typen doch hasste. Diese Aktion war nämlich so was von daneben gewesen.
Die letzten zwei Stunden vergingen relativ schnell. Tom beachtete ich nicht, auch wenn er immer wieder versuchte sich zu entschuldigen.
Ich beeilte mich nach Hause, denn bevor ich Emily abholte wollte ich noch duschen und mir etwas anderes anziehen, da es doch ziemlich warm geworden war. ich duschte mich also, schminkte mich neu, aß schnell etwas. machte meine Hausaufgaben und dann machte ich mich endlich auf den Weg um Emily abzuholen.

Kapitel 5- New Friends by chance
(Emilys Sicht)

Um 15.00 Uhr holte mich Jenny ab und wir schlenderten in die Stadt, dann gingen wir in ihr Lieblingscafé. Dort angekommen musste ich erst mal aufs Klo gehen. Als ich wieder kam, stieß ich mit einem echt total süßen Boy zusammen. Ich war so überrascht, dass ich gar kein Wort raus brachte. Zum Glück ergriff er das Wort: "Hey! Sorry, tut mir echt Leid! Hast du dir weh getan?" Nee, nee, geht schon", antwortete ich ihm. "Komm ich lad dich auf ein Eis ein". Ich wollte erst ablehnen, nahm dann aber doch an, weil ich nicht unhöflich sein wollte und er wirklich gut aussah. Es stellte sich heraus, dass er auch einen Freund dabei hatte, also saßen wir schließlich zu viert da und löffelten unser Eis. Sie stellten sich uns als Gustav, der mit dem ich zusammen gestoßen war, und Georg vor. Sie erzählten uns, dass sie in einer Band spielen würden. Da wir das beide ziemlich cool fanden, luden sie uns spontan zu einer ihrer Proben ein. Wir unterhielten uns noch ein bisschen, bis Jenny nach Hause musste, da sie noch Handballtraining hatte. Also verließen wir das Café. Ich freute mich auf morgen, denn da würden wir uns die proben von Gustav, Georg und ihrer Band angucken.
Endlich war es soweit. Nach der Schule holte uns Georg ab. Gustav hatte noch etwas zu tun und kam deshalb später. Lachend und rumalbernd kamen wir endlich an ihrem Proberaum an. Es war noch keiner da, aber Jenny und ich machten es uns schon mal auf einem alten Sofa gemütlich und hörten zu wie Georg seinen Bass stimmte. Wir sahen uns im Raum um. Es war sehr unordentlich. Überall lagen leere Pizzaschachteln und Flaschen herum, angegessene Müsliriegel und leere Red Bull Dosen stapelten sich. Red Bull war mein Lieblingsgetränk. Ich hatte es immer mit Lotte getrunken, wenn wir uns Filme ausgeliehen hatten und ich anschließend bei ihr übernachtete. ich vermisste Stuttgart fürchterlich, musste mich aber mit der jetzigen Situation zurechtfinden. Also beendete ich meinen Tagtraum und starrte auf eine leere Kiste, als plötzlich dir Tür aufflog. Ich drehte mich zur Tür und sah Gustav , mit Schweißperlen auf der Stirn. "Puh", hechelte er, "jetzt hab ich mich so beeilt und Bill und Tom sind sowieso noch nicht da. Also wenn die ankommen, dann..." "Was? Bill und Tom?", kam es von uns wie aus einem Mund. "Ja, so sieht's aus", meinte ein ziemlich verdutzt wirkender Gustav. 2Sind das zufällig Zwillinge?", fragte Jenny mit einem schiefen Blick. "Ja", antwortete jetzt Georg, "und zwar die Besten der Welt!" Wir sahen uns an und mussten lachen. "Na, wenn du meinst", sagte ich und schaute Jenny an. "Und was jetzt?", fragte ich Jenny. die meinte zu meiner Verblüffung: "Was jetzt? Nichts jetzt! Wir bleiben hier und warten ab, bis sie auftauchen". Aber wir mussten gar nicht lange warten, denn auf einmal standen die zwei vor uns. "Ahh, wie ich sehe habt ihr Besuch mitgebracht", meinte Bill und lächelte uns an. Tom wollte natürlich sofort wieder auf Flirtkurs gehen, hielt sich aber komischerweise, nach einem strengen Blick von Jenny, zurück. Er meinte nur: "Na Jenny, was machst du denn hier? Und du bist doch bestimmt diese Emily. Ja, ja, Bill hat mir schon viel von dir erzählt". Jenny sagte darauf nur: "Ach, halt's Maul Tom, die Welt ist eben klein!!!" Ich lief rot an. So, so, Bill hatte also zu Hause über mich erzählt... Wie peinlich... Jetzt erst bemerkte ich, dass auch Bill rot angelaufen war. Um die Situation zu entschärfen sagte er:" Also, auf geht's, wir sind eh schon spät dran und wir müssen noch ein bisschen für den Auftritt am Wochenende in dieser Bar da üben..." Also fingen sie an zu spielen. Eigentlich fand ich ihre Musik gar nicht so schlecht, tat aber so, als ob mich das alles ziemlich kalt lassen würde, um vor Jenny cool zu wirken. Nach einer Stunde waren die Jungs dann fertig und luden zu ihrem "Konzert" am Wochenende ein. Wir sagten ihnen, dass wir uns das noch überlegen würden und dampften dann ab. Jenny hatte noch etwas vor und so verbrachte ich den Rest des Tages in meinem Zimmer, hörte Musik und räumte noch ein paar Umzugskartons aus, bis ich am Ende des Tages müde einschlief...

Kapitel 6- Come and rescue me !
(Emilys Sicht)

Nach der Schule, es war bereits schon der nächste Tag, wusste ich nicht so recht, was ich tun sollte, deshalb rief ich Jenny an und fragte, ob sie Zeit hätte... "Klar, hab ich", antwortete sie mir und sofort machte ich mich auf den Weg zu ihrem Haus. Wir chillten uns in ihr Zimmer, was aber sehr schnell sehr langweilig wurde. Also beschlossen wir einen kleinen Spaziergang zu machen und uns bei der Gelegenheit auch gleich unser Mittagessen zu holen, wir hatten nämlich beide noch nichts gegessen. Gesagt, getan. Wir kauften uns Pizza bei Pizza Hut und aßen sie auf einem nahe gelegenen Spielplatz. Plötzlich standen zwei muskelbepackte Kerle neben uns und schauten uns ziemlich blöd an, bis der eine meinte: "Na ihr Schnuckelchen, seid ihr zwei denn Single?" Ich ging mit solchen Sachen eigentlich immer ziemlich cool um und antwortete deshalb: "Ja du Stöpsel und jetzt zieh Leine!" "Na na, mal nicht so unfreundlich junges Fräulein", meldete sich der andere zu Wort, riss uns unsere Pizza aus den Händen und schmiss sie in den Müll. Dann packte er mich und meinte: "Wir können auch anders, Schätzchen!" Der Andere packte Jenny und sie zerrten uns zu einem Gebüsch. Wir riefen zwar laut um Hilfe, doch es schien niemand in der Nähe zu sein. Sie waren gerade dabei uns die T-Shirts runterzureißen, als auf einmal Bill und Tom neben ihnen standen. Die zwei Fliegengewichte hätten eigentlich keine Chance gegen die Muskelbepackten gehabt, aber die beiden bekamen wohl Muffensausen und zogen es vor abzuhauen, als dass sie Bill und Tom eins auf die Fresse zu schlagen. Wir waren so froh, dass wir den beiden um den Hals fielen. Wir luden unsere Retter noch auf eine Cola ein. Am Abend begleiteten sie uns noch nach Hause und zum Anschied umarmten wir sie wieder. Wenn wir wüssten ,was uns noch alles erwarten würde...

Kapitel 7- The "concert"
(Jennys Sicht)

Emily und ich hatten schließlich beschlossen auf das "Konzert" zu gehen, weil wir uns bei den Jungs für ihre Rettungsaktion am Vortag bedanken wollten .Wir würden von den Jungs abgeholt und fuhren mit dem Van zu ihrem Auftritt. In dem Van war leider nur noch ein Platz neben Tom und ein Platz neben Bill frei. Ich hatte also die Qual der Wahl. Tom klopfte auf den Platz neben sich und sagte fröhlich: "Du kannst dich zu mir setzen, Süße!" "Vergesse es, lieber sterb ich!", antwortete ich belustigt und ließ mich neben Bill fallen. Dieser lächelte mich an. Emily ließ sich also neben Tom fallen, welcher gleich den Arm um sie legte. Erst lächelte Emily, sah dann aber meinen Blick und schlug darauf hin Toms Arm zur Seite. Die Fahrt war ziemlich langweilig, die Jungs redeten die ganze Zeit über ihren Auftritt.
Wir kamen schließlich an einer kleinen Bar an. Wir stiegen aus und die Jungs machten Soundcheck. Während dessen guckte ich mir mit Emily die Bar an. Sie war wirklich sehr klein. Mehr als 25 Leute passen hier wohl schlecht rein. Ich fragte mich warum sie an so kleinen Plätzen auftraten, wo sie kaum jemand hören konnte. Bill erklärte mir später, dass sie sich für nichts zu schade waren und das sie so ihre Erfahrungen sammelten. Diese Antwort beeindruckte mich irgendwie. Als ihr Auftritt anfing waren vielleicht gerade mal 10 Leute in der Bar, Emily und ich eingeschlossen. Die Jungs fingen mit einem Lied an, das "Jung und nicht mehr jugendfrei" hieß. Bills Stimme klang irgendwie süß, er war nämlich gerade am Anfang seines Stimmbruchs. Doch ich verdrängte diesen Gedanken schnell wieder, den nichts an diesem Kerl, der sich schminkte, konnte süß sein. Nach diesem Lied spielte sie "Ich bin nicht Ich". Das Lied gefiel mir echt gut. Emily lächelte mich an und meinte: "Die sind gar nich so schlecht, oder?" Ich nickte nur, denn ich war abgelenkt. Bill schaute mich gerade total süß an. Moment mal...Bill?! Süß?! STOPP!!! Diese Gedanken sollten aufhören, aber ganz schnell. Ich guckte einfach abwechselnd zu Gustav, Georg und Tom, aber als Tom mir dann zuzwinkerte, schaute ich nur noch zu Georg und Gustav. Nach "Ich bin nicht Ich " spielten sie "Schrei". Das Lied gefiel mir nicht ganz so gut. Nach "Schrei" sagte Bill: "Das nächste Lied, das wir spielen heißt "Durch den Monsun" und wird unsere neue Single sein". Aha, sie wollen also eine Single veröffentlichen. ich flüsterte Emily ins Ohr:" Ob die so gut ankommt? Wahrscheinlich wird sie ein Flopp.", doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Single alles andere als ein Flopp wird. nach dem die Jungs ihren Auftritt beendet und ihre Instrumente eingepackt hatten, fuhren wir wieder nach Hause. Ich saß wieder neben Bill und Emily neben Tom. "Hat’s dir gefallen?", fragte Bill plötzlich. "Ja, ging schon", antwortete ich und versuchte dabei genervt zu klingen, um das Gespräch zu beenden, was mir aber nicht so recht geling. "Das ist gut", strahlte mich Bill an. Er sah gerade unheimlich süß aus. Nein, nicht schon wieder , um auch diesen Gedanken zu verdrängen, schaute ich schnell aus dem Fenster. endlich kamen wir an. Wir umarmten die Jungs zum Abschied und verabredeten uns für den nächsten Tag im Schwimmbad.

Kapitel 8- Schwimming-Pool
(Jennys Sicht)

Als ich aufwachte, huschte mir ein Lächeln übers Gesicht, denn heute würden Emily und ich mit den 4 Jungs ins Schwimmbad gehen.
Wir trafen uns vorm Schwimmbad. Alle waren schon da, bis auf Georg, der sich um eine viertel Stunde verspätete. Als wir dann endlich alle drin waren, suchten wir uns einen Platz, wo wir uns hinlegten. Danach zogen wir uns um. Tom checkte uns sofort mit seinem typischen Blick ab, es musste ihm wohl gefallen uns in Bikinis zu sehen. Wir beschlossen schließlich alle ins Wasser zu gehen. Bill und Tom sprangen sofort rein. Gustav kletterte langsam rein und Georg wollte angeben und einen Kopfsprung machen, doch Emily und ich schubsten ihn und er machte einen Bauchplatscher. Wir lachten uns alle halb tot. Doch dann sollten Emily und ich auch ins Wasser kommen. Darauf hatten wir jedoch überhaupt keine Lust, da das Wasser viel zu kalt war. Bill und Tom kamen also raus. Tom rannte auf Emily zu. hob sie hoch und warf sie ins Wasser, während sie wie am Spieß schrie. Bill nahm meine Hand, schaute mich lächelnd an und meinte: "Komm wir springen zusammen". Eigentlich hätte ich nie im Leben ja gesagt, aber zu meiner Verwunderung nickte ich. Was war denn jetzt schon wieder mit mir los? Bill ließ meine Hand nicht los, zählte bis 3 und dann sprangen wir zusammen ins Wasser. Wir tunkten uns gegenseitig unter, was uns wirklich viel Spaß machte, auch wenn Emily und ich eigentlich am Meisten unter getunkt wurden. Irgendwann hatten wir keine Lust mehr, es war auch mittlerweile schon ziemlich spät geworden. Also verabschiedeten wir die Jungs mit einer kurzen Umarmung. Emily übernachtete heute bei mir. Als wir dann total müde im Bett lagen, sagte sie mir, dass sie mir etwas ganz wichtiges gestehen müsse.

Kapitel 9- Tell me the truth then I tell you
(Emilys Sicht)

Als wir im Bett lagen, musste es einfach aus mir raus. Ich musste Jenny sagen was los war, denn ich konnte es nicht ewig vor ihr verheimlichen.
"Du Jenny, ich muss dir was wirklich wichtiges sagen", kam es aus meinem Mund. "Was denn?", fragte sie neugierig. "Ich glaub, dass ich mich verknallt hab..." "Ja? In wen denn? Ist er aus deiner Klasse? Kenn ich ihn? Wie sieht er aus?", kam es sofort aus ihrem Mund gesprudelt. "Also, ich hoffe, dass du jetzt nicht falsch darauf reagierst... aber..." "Na, schieß los. So schlimm kann es doch nicht sein, oder?" "Also, es ist Tom! Ich hab mich in Tom verknallt!". Es herrschte Stille für ein paar endlos scheinende Sekunden, dann sagte Jenny auf einmal zu meiner Verblüffung: "Bill!" "Was ist mir Bill?", fragte ich nach. "Also, ich weiß nicht so recht, aber ich glaube, ich hab mich in Bill verliebt. Ich bin mir nicht sicher. Also, wenn er mich anlächelt oder meine Hand nimmt, dann rast mein herz immer und ich bin furchtbar aufgeregt. Ich bisher versucht, meine Gefühle für ihn zu unterdrücken, aber jetzt wird mir so langsam klar, dass ich auf ihn stehe. Aber ich weiß einfach nicht, was ich jetzt machen soll...", gestand sie mir. Wow, jetzt war ich echt verblüfft, damit hatte ich echt nicht gerechnet. "Weißt du was? Da hilft nur eins! Du sagst es ihm und ich sag es Tom!", erwiderte ich ihr mutig und ich meinte es ernst. "Na ja, vielleicht hast du ja Recht... Okay, ich sag’s ihm, aber du auch" "Am besten gleich morgen", schlug ich vor. "Geht nicht, ich hab ein Handballspiel", meinte Jenny. "Na, das hast du ja wohl nicht den ganzen Tag lang, oder?" "Na ja, also... ähm... eigentlich nicht, aber..." "kein aber! Wir ziehen das zusammen durch. Mehr als uns einen Korb geben können sie ja nicht", sagte ich und grinste schief. Jenny warf mir einen schiefen Blick zu, meinte dann aber: "Okay, okay... Aber lass uns jetzt schlafen! Am besten reden wir morgen noch mal drüber, Ok?" Ich nickte zufrieden und schon nach ein paar Minuten holte uns unsere Müdigkeit ein.
Am nächsten Morgen reifen wir Bill und Tom an und verabredeten uns mit ihnen ohne ihnen den Grund für das kurzfristige Treffen zu nennen. Sie stimmten aber trotzdem zu.
Dann musste Jenny zu ihrem Handballspiel.
Für mich vergingen endlose Stunden bis es endlich Abend wurde. Ich war total nervös, als wir endlich am Treffpunkt ankamen. Die Jungs waren sogar schon da...

Kapitel 10- Take Two
(Jennys Sicht)

Sie waren schon da... Meine Aufregung stieg ins Unermessliche. Was würde Bill wohl sagen? Und war ich wirklich in ihn verliebt? Ja! War ich... Da war ich mir eigentlich sicher... Unsicher schaute ich zu Emily. Sie schien genauso nervös zu sein wie ich. Wir begrüßten die Jungs mit einer Umarmung und Tom fragte checkermäßig: "Was gibt’s denn so wichtiges?" "Ähm... Also, ich würde echt gerne mit dir alleine reden Tom", meinte Emily und zwinkerte mir zu. "Geht klar!", sagte Tom lässig. Emily flüsterte mir im Vorbeigehen noch "Viel Glück!" zu.. Tom und Emily entfernten sich ungefähr 100 Meter von uns, sodass wir nichts von ihrem Gespräch hörten.
"Na, wie geht's so?", brach Bill die Stille. "Ganz gut! Und dir?", fragte ich zurück. "Auch!", kam die knappe Antwort. "Du Bill, ich glaube es bringt nichts wenn ich noch lange drum herum rede...", sagte ich und meine Stimme zitterte. "Bill scheute mich neugierig an. "Alles okay?", fragte er besorgt. "Ja, geht schon. Also Bill, ich glaub, ich hab mich in dich verknallt...", sagte ich leise. Jetzt war es raus. Ich schloss die Augen und wartete. Ich wartete auf eine Antwort.
Ich hielt es nicht mehr aus. Meine Anspannung war furchtbar, also öffnete ich die Augen und schaute schüchtern zu Bill. Er lächelte zaghaft und legt seine Arme um meine Hüfte. Dann beugte er sich leicht zu mir herunter. Sein Gesicht kam immer näher. Wollte er mich jetzt wirklich küssen? Ich konnte das einfach nicht glauben. Doch dann spürte ich sie, seine unglaublich weichen Lippen. Ich schloss die Augen und öffnete leicht meinen Mund und spürte wie sich unsere Zungen berührten... erst ganz zaghaft, doch dann immer intensiver...
Bill konnte verdammt gut küssen und durch seinen Zungenpiercing war der Kuss noch schöner...
Doch darauf achtete ich nicht mehr, denn wir versanken in einem leidenschaftlichen Kuss...

(Emilys Sicht)

Wir entfernten uns ca. 100 Meter von Bill und Jenny. Ich wusste nicht wie ich anfangen sollte. Ich war so furchtbar aufgeregt, dass ich zitterte. Tom musste das wohl bemerkt haben, denn er nahm meine Hände und fragte ganz süß, was denn los sei. Aus den Augenwinkeln sah ich wie Bills Kopf Jennys immer näher kam. Jetzt muss es raus, dachte ich mir und zu reden: "Du Tom?" "Ja?", fragte er mit einem süßen schiefen Blick, wobei ich noch viel nervöser wurde. "Du, ich muss dir was sagen und ich mach’s kurz..." Ich schielte noch ein letztes Mal zu Jenny und Bill, die sich jetzt innig küssten. "Ich hab mich in dich verliebt...",flüsterte ich. Tom lächelte total süß und hauchte: "Ich mich auch in dich!". Das hätte ich mir ja jetzt im Leben nie erträumen lassen. Langsam näherten sich unsere Köpfe und ehe ich mich versah, berührten sich unsere Lippen. Es war mein erster Kuss und Tom war also auch mein erster Freund. Ich dachte mein Bauch explodiert, als sich unsere Zungen umspielten. Ich konnte Toms Piercing an der Unterlippe spüren und schwebte auf Wolke sieben. Ich wusste nicht wie lange wir uns küssten, aber irgendwann wurde ich von hinten angetippt. Also löste ich mich von Tom. "Na, euch hat’s aber erwischt", neckte uns Bill. Dann schlenderten wir alle zusammen Arm in Arm durch die Stadt, bis wir abends alle total müde ins Bett fielen.

Kapitel 11- Anywhere in Nirvana
(Jennys Sicht)

Ich merkte die Sonnenstrahlen in meinem Gesicht und öffnete langsam die Augen. Ich lag zu einer Wand hin gedreht, doch die Wand die ich ansah, war definitiv nicht meine. Ich drehte mich langsam um und bemerkt, dass jemand neben mir im Bett lag... Und dieser jemand war kein geringerer als Bill. Ich erinnerte mich an den gestrigen Tag, an unseren ersten Kuss und musste lächeln. Ich schaute mir Bill etwas genauer an. Sein Brustkorb hob und senkte sich langsam. Dann wanderte mein Blick über sein Gesicht, er hatte wirklich weibliche Züge, aber das ließ ihn wirklich süß und unschuldig wirken. Er war ungeschminkt, so hatte ich ihn noch nie gesehen. Doch ganz plötzlich öffnete er die Augen. Er sah mich etwas verschlafen mit seinen haselnussbraunen Augen an und lächelte. Dann gab er mir einen Kuss, denn ich natürlich sofort erwiderte. Doch durch ein Klopfen an der Tür wurden wir gestört. Tom kam rein, lächelte kurz als er uns sah und sagte dann fröhlich: "Guten Morgen ihr Süßen!" "Morgen! Aber sag mal seit wann klopfst du denn? Also nicht das ich was dagegen hätte", fragte Bill. Wieder begann zu lächeln und meinte: "Seit ich mit Emily zusammen bin und du von einem sehr hübschen Mädchen Besuch hast". Dann zog er Emily zu sich ins Zimmer, diese begrüßte uns mit einem fröhlichen "Guten Morgen!". Tom meinte dann: "Georg fragt, ob wir heute alle zusammen ans Felsenmeer fahren wollen", Bill schaute mich an, ich nickte und darauf hin sagte er: "Klar, wir sind dabei! Aber wärt ihr jetzt so nett uns wieder alleine zu lassen?". Tom grinste breit, zog Emily aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Bill und ich kletterten langsam aus dem Bett. Wir duschten nacheinander, zogen uns an, schminkten uns und gingen dann runter zum Frühstück. Tom und Emily saßen im Wohnzimmer, gerade in einen Kuss vertieft und Simone und Gordon frühstückten. Simone kannte ich schon etwas länger, da ich Klassensprecherin bin und so an den Elternabenden teilnehme. Außerdem hatten Bill und Tom Simone und Gordon gestern Abend schon gesagt, dass Emily und ich Bill und Toms neue Freundinnen sind. Nachdem Bill und ich fertig gefrühstückt hatten, kamen Gustav und Georg an. Gustav sah aus als würde er gleich kotzen und teilte uns mit, dass Georg fahren würde. Hätte ich gewusst, dass Georg so schlecht fährt, wär ich nie im Leben eingestiegen. Nach einer wirklich rasanten Fahrt, stiegen wir schnell aus dem Auto und dankten Gott, dass wir diese Fahrt überlebt hatten.
Das Felsenmeer war wirklich fantastisch. Überall waren richtig hohe Felsen. Wir machten uns gerade auf den Weg um die Felsen zu besteigen, da stieß Gustav mit einer Blondine zusammen. Emily lachte: "Das machst du echt immer, oder?". Gustav antwortete nicht, sondern schaute nur die Blondine an und stammelte:" Das tut mir wirklich furchtbar Leid!". Die Blondine lächelte: "Ist schon okay" "Darf ich dich als Entschuldigung vielleicht auf irgendwas einladen?", fragte Gustav und deutete auf das kleine Restaurant hinter ihm. "Klar!", meinte die Blondine "Ich heiße übrigens Lydia. Und du?" "Gustav", antwortete er und zusammen gingen sie zu dem Restaurant. "Sieht wohl so aus, als ob ich hier der einzige Single bleibe", meinte Georg lachend. Zu fünft kletterten wir auf ein paar der Felsen rum, wobei Emily und ich immer wieder ausrutschten und ganz zufällig in die Arme unserer Freunde fielen. Hin und wieder beschwerte sich Bill, dass seine Fingernägel beim Klettern abbrechen würden. Als wir schließlich genug vom Klettern hatten, setzten wir uns in den Sand und quatschten ein bisschen. Später abends fuhren wir wieder zurück. Gustav hatte mit Lydia Handynummern getauscht. Leider fuhr wieder Georg. Er setzte uns bei den Kaulitz' ab, denn Emily und ich würden wieder bei Bill und Tom übernachten. Da es schon sehr spät war, gingen Bill und ich sofort ins Bett. Doch statt zu schlafen küssten wir uns. Bills Küsse wurden immer intensiver und fordernder. Ich spürte wie Bill seine Hände unter mein Shirt wandern ließ und mir langsam es mir langsam auszog. Also tat ich es ihm gleich. Bill machte sich an meiner Hose zu schaffen, welche er dann langsam runter streifte. "Bill...", flüsterte ich. "Ja?", sagte er eben so leise. "Also, das ist... Ich hab noch nie...",versuchte ich zu erklären. "Ist schon okay. Mach dir keine Sorgen!", sagte er leise verständnisvoll und befreite mich auch noch von meiner Unterwäsche. Dann fing er an meinen Körper mit Küssen zu übersäen. Ich zog ihm endlich seine Hose aus, küsste seinen Bauch und wanderte immer weiter runter, bis ich zu seinen Boxershorts gelang, die ich ihm sachte auszog.
Das war der Abend als ich zum ersten Mal mit Bill schlief.

Kapitel 12- Not my Day
(Emilys Sicht)

Dieser Tag war eigentlich wunderschön... Wir waren am Felsenmeer und Tom war die ganze Zeit soooo süß zu mir gewesen. Am Ende des Tages, es war schon ziemlich spät, schlief ich bei Tom. Natürlich waren Jenny und Bill auch da, die es aber vorzogen sich ganz schnell auf Bills Zimmer zu verkrümeln. Da wir nicht wirklich wussten, was wir, außer uns minutenlang zu küssen, sonst noch machen sollten, gingen wir in Toms Zimmer. Dort legten wir uns auf Toms Bett, kuschelten und hörten Musik. Ich schaute auf die Uhr, es war schon kurz vor Mitternacht, aber ich war noch hell wach. Plötzlich wurden Toms Küsse fordernder und er öffnete meine Bluse. Ich wusste nicht so recht, ob ich das alles jetzt schon wollte, doch ehe ich mich versah, lagen wir beide nur noch in Unterwäsche da. "Tom...",sagte ich ängstlich, "Also ich habe noch nie... Na, du weißt schon, oder?" "Ist schon klar", meinte er verständnisvoll und zog mich nun ganz aus. Irgendwann lagen wir beide ganz nackt auf seinem Bett und küssten uns. Tom beugt sich plötzlich über mich und legte sich auf mich. Ich hatte ganz plötzlich furchtbare Angst vorm ersten Mal und verkrampfte mich total. "Tom, ich glaube, ich bin noch nicht bereit dafür", flüsterte ich. Er rollte sich von mir runter und küsste mich verständnisvoll. "Ist schon okay. Sag mir einfach bescheid wenn du so weit bist, ja?" "Ja, mach ich", murmelte ich und dann schliefen wir schließlich aneinander gekuschelt ein.

Kapitel 13- Tell Me!
(Jennys Sicht)

Wieder wurde ich durch die Sonnenstrahlen in meinem Gesicht geweckt, doch diesmal lag ich nicht zur Wand hin gedreht, sonder in Bills Armen. Jedoch wollte ich Bill diesmal nicht beim Schlafen zugucken. Also beugte ich mich über ihn und küsste ihn sanft. Seine Lippen formten ein Lächeln. Er seufzte, was jedoch nicht traurig klag, sondern richtig glücklich. Dann öffnete er auch endlich die Augen. "Guten Morgen mein Engel!", flüsterte er und küsste mich wieder. "Morgen", hauchte ich. "Du, Süße?", fragte Bill plötzlich nach mehreren innigen Küssen. "Ja?" "Wir können heute leider nicht zusammen machen", sagte er. "Warum nicht?", fragte ich und die Enttäuschung in meiner Stimme war wohl kaum, zu überhören. "Du weißt doch, dass wir bald unsere erste Single veröffentlichen, oder?", fragte er. Ich nickte. "Heute ist der erste Tag an dem wir das Video dazu drehen", erklärte er. "Wo dreht ihr denn?", fragte ich nach. "In der Nähe von Berlin", sagte er. "So weit weg?!", bemerkte ich traurig. "Ach, so weit ist das doch gar nicht", versuchte Bill mich zu beruhigen. "Trotzdem... Aber am Mittwoch kommst du wieder in die Schule?", fragte ich. Es war verlängertes Wochenende, deshalb hatten wir heute und morgen frei. "Ja, Schule ist immer noch Pflicht. Wir drehen dann voraussichtlich nächstes Wochenende weiter", erklärte Bill. Ich nickte und begann ihn wieder zu küssen. Plötzlich rief Simone von unten: "Jungs! Bzw. Bill, du musst dich fertig machen, sonst kommst du zu spät und Tom, du kannst dich auch schon mal fertig machen und runter kommen". Ich machte mich schnellfertig, wünschte den Jungs viel Spaß beim Dreh und verabschiedete mich von ihnen. Bill versprach sich bei mir zu melden und Emily und ich verschwanden zu mir nach Hause. Ich musste ihr ja noch von der gestrigen Nacht erzählen. Ich zog sie in mein Zimmer und begann, ohne das sie zu Wort kam zu erzählen:" Ich muss dir was sagen!" "Was denn?", fragte sie neugierig. Ich grinste breit und sagte schließlich: "Ich hab gestern zum ersten Mal mit Bill geschlafen!" Emilys Augen weiteten sich und sie begann ebenfalls zu grinsen: "Und? Wie war’s?" "Hm... Wie soll ich sagen? Es war wunderschön... Bill war total zärtlich und vorsichtig", antwortete ich schwärmerisch. Dann sagte sie: "Ich auch!" "Was du auch? Du hast mit Tom geschlafen?", fragte ich begeistert. Sie schüttelte den Kopf und begann zu schluchzen. Ich nahm sie in den Arm, streichelte ihr durch die Haare und fragte dann: "Was ist denn los?" "Tom wollte mit mir schlafen... aber... aber... aber ich hatte plötzlich solche Panik. Ich hab zwar gesagt, dass ich noch nicht bereit dafür bin, aber ich glaube ich hab ihn trotzdem verletzt", erzählte mir Emily immer noch unter Tränen. "Ach Süße... Es ist doch okay, wenn du noch nicht dazu bereit warst, ist doch besser als wenn du trotzdem mit ihm geschlafen hättest und jetzt unglücklich wärst. Tom ist doch erfahren in solchen Sachen, er hat das bestimmt verstanden und war nicht verletzt...", versuchte ich sie zu beruhigen. Emily weinte zwar noch eine Zeit lang, beruhigte sich dann aber wieder und gab mir Recht. "Weißt du was?! Ich treff mich gleich mit meiner Clique. Wie wärs wenn ich dich einfach mal vorstelle. Dann kannst du dich ein bisschen ablenken und du wirst sie bestimmt mögen", schlug ich ihr vor. Emily nickte und wir machten uns auf den Weg...

Kapitel 14- Cliquenfight & Co.
(Emilys Sicht)

Ich bin so froh, dass ich Jenny habe. Sie tröstet mich in allen Situationen. Wie gestern zum Beispiel... Ich hab ihr alles erzählt und sie war so verständnisvoll. Inzwischen habe ich über alles nachgedacht und habe mich jetzt unentschieden. Wenn Tom das nächste Mal will, dann sag ich nicht NEIN. Ich glaube, ich bin jetzt bereit dafür. Außerdem kann ich mich ja dann mit Jenny austauschen...
Jetzt gehen wir erst mal zum Cliquentreff, dann sehen wir weiter. Auf dem Weg, der ganz schön lang war, denn der Treff war auf der anderen Seite der Stadt, vertrieben wir uns die Zeit mit verrückten Geschichten erzählen. Schon von weitem sah man eine kleine Hütte auf der Wiese. Das sah alles so gemütlich aus, gar nicht mit Stuttgart zu vergleichen...Als wir näher kamen, hörte man Geschrei, als ob sich welche streiten würden. Tatsächlich fetzten sich gerade 3 Mädels, wobei man aber nicht feststellen konnte um was. Ich kam mir irgendwie total fehl am Platz vor. Keiner beachtete mich und niemand stellte sich mir vor. Jenny rief auf einmal: "Ann-So! Was isn hier eigentlich los?" Die erzählte ihr die ganze Story: "Es geht um so einen Tom, in den die drei verknallt sind. Den aus deiner Klasse, weißt du?" Mir wurde echt schlecht. Die drei stritten sich um TOM! Um MEINEN Freund! Ich wollte was sagen, doch Jenny hielt mich zurück. "Nein Emily! Sag jetzt besser nichts. Ich glaube, es ist besser, wenn wir jetzt gehen. Ich kann dich ja ein anderes Mal vorstellen, Ok?" Auf dem Nachhauseweg erzählte sie mir, dass sie gar nicht wusste, dass die 3 in Tom verknallt sind und sie sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen müsste. Die machte ich mir aber und gestand ihr dann: "Hey Jenny, die sahen alle viel besser aus als ich. Blond, blaue Augen... na ja, echte Traumfrauen eben..." "Hey du glaubst doch nicht, dass Tom dich wegen einer der drei verlassen würde, oder? Ich bin doch auch blond und hab blaue Augen und Tom will nichts von mir..." "Doch, dass glaube ich. Und Tom will nur nichts von dir, weil du mit Bill zusammen bist", sagte ich und war den Tränen nahe. "Das ist doch Quatsch! Aber wenn du dir so Sorgen machst, dann musst du mit ihm darüber reden, wenn er wieder da ist", meinte sie und ich sagte nichts mehr dazu.
Wenn er wieder da ist, würde ich ihn mal darauf ansprechen, das nahm ich mir ganz fest vor.
Am Abend lag ich schon früh im Bett. Es war 21.00 Uhr als mein Handy klingelte. Tom war dran. Er fragte, ob er noch mal vorbei kommen könne. Das hielt ich für nicht so gut, da meine Eltern noch nichts von ihm wussten. Deshalb sagte ich ihm, dass ich zu hm kommen würde. Meiner Mutter erzählte ich, dass ich bei Jenny schlafen würde. Da ich morgenfrei hatte, erlaubte sie es mir. Ich machte mich auf den Weg zu Tom. Bei ihm angekommen gingen wir gleich in sein Zimmer. Ich erfuhr von ihm, dass seine Eltern weg waren und Bill bei Jenny. Ich kam also gleich zur Sache: "Tom erstens :Warum seid ihr schon wieder da?" "Der Dreh wurde wegen schlechtem Wetters abgebrochen und in den Ferien, die ja schon in 2 Wochen anfangen wird er nachgeholt" "Und zweitens: ich wollte dich was fragen und zwar, also ich war heute mit Jenny bei ihrer Clique und da haben sich 3 Mädchen gestritten und zwar um dich, Und sie sahen alle so viel besser aus als ich und..." "Na na na, jetzt mal ganz langsam", fiel mit Tom ins Wort, "du glaubst also, dass ich dich wegen so einer Tussi verlassen würde, oder? Glaub das bloß nicht, da müsste schon viel passieren und jetzt denk mal an was anderes". Da gab ich ihm Recht. Inzwischen war es 23.00 Uhr. Tom und ich begannen uns innig zu küssen und nach einer Weile lagen wir, wie auch schon am Abend zuvor, nackt auf dem Bett. Diesmal machte ich aber keinen Rückzieher, was letztendlich auch die richtige Entscheidung gewesen war. Es war wunderschön und dass Tom erfahren war, war eher ein Vor- als eon Nachteil, da er sehr gefühlvoll war. Am Ende eines spannenden Tages schlief ich müde und zufrieden ein.

Kapitel 15- So it wasn't planed!
(Jennys Sicht)

"Jenny?", flüsterte mir jemand ins Ohr und küsste mich vorsichtig. "Jenny, wach auf!", sagte dieser jemand jetzt eindeutig lauter. "Was denn?", grummelte ich. "Hast du nicht gesagt, dass deine Eltern erst heute Abend kommen?", fragte dieser jemand, der sich natürlich als Bill herausstellte. "Tun sie ja auch!", antwortete ich, "Warum denn?" "Na, weil irgendjemand gerade gekommen ist und deinen Namen ruft", antwortete Bill leicht panisch. Er wusste, dass ich meinen Eltern noch nichts von ihm erzählt hatte. Aber dieser leicht panische Unterton in seiner Stimme kam wohl eher daher, dass wir beide nackt in meinem Bett lagen. "Ach du scheiße!", schreckte ich auf als ich meine Mutter meinen Namen rufen hörte. Ich sprang aus dem Bett und suchte verzweifelt meine Klamotten. Ich hörte wie meine Mutter die Treppe hoch kam und ich hatte gerade mal meine Unterwäsche an und Bill war noch völlig nackt. Meine Mutter durfte also unter keinen Umständen in mein Zimmer kommen. Ich zog mir also schnell ein T-Shirt über und rannte vor die Tür. "Hey Mum!", sagte ich fröhlich und zog die Tür hinter mir zu. "Was macht ihr denn schon hier?", fragte ich. "Ach, in Berlin war so schlechtes Wetter, da haben wir uns gedacht, dass wir schon etwas früher zurückkommen", erklärte mir meine Mutter. "Ach so", entgegnete ich und versuchte so normal zu klingen. "Sag mal Schatz! Was hast du denn da für ein T-Shirt an?", fragte meine Mutter verwundert. Ich schaute an mir runter und bemerkte, dass ich in der Hektik Bills T-Shirt angezogen hatte. "Ähm..., das hab ich mir gestern gekauft", versuchte ich eine Ausrede zu finden, "Schön, oder?", fragte ich unschuldig. Meine Mutter nickte: "Ja, das steht dir gut!" "Tja Mum, dann geh ich jetzt mal wieder in mein Zimmer!", sagte ich und drehte mich um. "Okay, kommst du dann runter? Ich mach schnell frühstück..." "Ähm.. nee, keinen Hunger", log ich. "Na gut, kommst du dann trotzdem runter. Wir können ja ein bisschen miteinander reden, haben uns doch so lange nicht mehr gesehen", bot meine Mutter an. "Ja, aber...", versuchte ich mich weiter raus zu reden. "Kein aber! Ich möchte mit dir reden, also komm bitte runter!", sagte meine Mutter in einem Befehlston. "Mum, es geht nicht... Ich hab... Ich hab...Besuch" "Von wem?", fragte meine Mutter gleich skeptisch. "Tja, also von Bill ?!", sagte ich kaum hörbar. "Wer ist das denn?" Ich konnte es ihr nicht sagen, nicht jetzt. Also sagte ich seufzend: "Ein Bekannter" Wieder fing ich einen septischen Blick meiner Mutter ein. Doch ich drehte mich einfach um und ging in mein Zimmer. Bill saß auf meinem Bett, komplett angezogen, bis auf sein T-Shirt natürlich und schaute mich erwartungsvoll an. "Ich glaub es ist besser, wenn du jetzt gehst", meinte ich seufzend. "Okay, aber wärst du so nett und würdest mir erst mein T-Shirt wieder geben?", fragte er lächelnd. Ich zog es aus und warf es ihm in die Arme. Er zog es sich über, wartete bis ich mich angezogen hatte und wir liefen zusammen die Treppe runter. Als wir an der Küche vorbei kamen, blieb Bill stehen und meinte fröhlich:" Guten Morgen!" Meine Mutter kam auf ihn zu und reichte ihm die Hand. "Guten Morgen! Bill, richtig?" Er nickte. Als ich sah, dass meine Mutter ihn mit Blicken abcheckte sagte ich schnell: "Er muss jetzt auch leider schon wieder gehen!" "Tschüss!", meinte Bill noch fröhlich als ich ihn zur Tür schob. "Es tut mir Leid!", sagte ich betreten und senkte den Kopf. "Ach was, schon okay!", meinte Bill und verließ das Haus. "Das war aber ein kurzer Besuch", meinte meine Mutter "Und sag mal, ist das wirklich ein Junge? Und hat der hier geschlafen? Du weißt das ich das nicht mag! Du weißt was da alles passieren kann!" "Ach! Halt dochs Maul! Das geht dich nen Scheißdreck an!“ Mir kamen die Tränen und ich rannte auf mein Zimmer, wo ich mich heulend aufs Bett fallen ließ...

Kapitel 16- Party, Party
(Emilys Sicht)

Heute morgen, ich war wieder nach Hause gegangen, rief mich Jenny an. Inzwischen würde ich vorschlagen zwischen Bill und Toms, Jennys und meinem Haus ein Bushaltestellendreieck aufzubauen. Am Tag legte ich mindestens mal 25 km zurück. Na ja von Magdeburg bis Loitsche sind’s immerhin von mit aus 14 km. Auf jeden Fall erzählte mir Jenny, was gestern bei ihr los war. Am Ende ihrer Geschichte brach sie in Tränen aus :“Ich hab alles falsch gemacht“, jammerte sie. “Was soll Bill denn jetzt von mir und meinen Eltern denken?“ Ich beruhigte sie und versprach bei ihr so schnell wie möglich vorbeizukommen. Wir redeten bestimmt zwei Stunden über ihr Problem und kamen zu dem Entschluss, dass Jenny noch mal darüber reden müssten. Dann erzählte ich ihr von meiner Nacht, Jetzt war ich also auch im Club. Ich musste grinsen :“ Wie wäre es wenn wir heute Abend so ne Spontanparty machen?“, fragte ich Jenny. “So zur Ablenkung, mit der Clique: Bill, Tom, Gustav, Georg und jeder darf jemanden mitnehmen“. “Coole Idee“, meinte Jenny. Also machten wir uns auf den Weg in den Supermarkt. Wir kauften alles Mögliche. Ich hatte noch Geld von meiner Oma aus Stuttgart, das ich jetzt gut gebrauchen konnte. In Jennys Partykeller stellten wir alles auf. Der Clique und Bill und Tom hatten wir schon bescheid gesagt, wir waren gespannt, wen sie so mitbringen würden. Um 20.00 Uhr kamen die ersten Gäste. Wir hatten Musik angemacht und die Stimmung war super. Jenny hatte wirklich alles was man für eine gute Party brauchte. Der Höhepunkt war dann, als sie mit einem Mikro dastand. Sie wollte tatsächlich Karaoke machen. Wer gewann konnten wir uns natürlich alle schon denken: BILL! War ja klar. Knapp hinter ihm landete ein Boy namens Jakob. Der unheimlich süß war. Tom aber nie im Leben übertreffen würde. Die Party endete leider schon um 3.00 Uhr. Ich übernachtete mal wieder bei Jenny. Müde fielen wir ohne eine Ahnung zu haben, dass wir vielleicht bald nicht mehr so glücklich sein würden.

Kapitel 17- Girlfriends
(Jennys Sicht)

Als ich aufwachte, lag wieder jemand neben mir, ich dachte, dass es Bill wäre und wollte diesen jemand küssen, ich beugte mich also über die Person und bemerkte gerade noch rechtzeitig, dass es nicht Bill war, der neben mir lag, sondern Emily. Ich schaute sie verblüfft an, musste dann aber doch lachen. Doch als ich lachte, fühlte sich mein Kopf an als würde er gleich explodieren. Ich hatte einen Kater, aber was für einen und als wenn das nicht schon schön genug wäre, rief mein Vater plötzlich: “Jenny! Wach auf! Du musst in die Schule!“ Oh Mist! Heute war ja Mittwoch! Wieder Schule! Ich weckte Emily und wir machten uns hastig fertig und sprinteten zur Schule. Wir kamen gerade noch rechtzeitig. Ich umarmte Tom, der vor dem Klassenraum auf mich gewartete hatte und fing mir so schiefe Blicke von meinen Klassenkameraden ein, da Tom ja immer noch ein Außenseiter war, aber das störte mich nicht. Leider hatte ich keine Zeit mehr Bill zu begrüßen. Ich machte aber mit in der Pause ein Treffen mit ihm für heute Naschmittag aus. Die Schule verging zum Glück relativ schnell. Ich beeilte mich nach Hause, da ich mich ja noch mit Bill treffen wollte. Ich hatte mich gerade fertig gemacht als es klingelte. Ich hechtete zur Tür und vor mir stand Ann-So. Sie war eigentlich meine beste Freundin, aber jetzt wo ich Emily wieder hatte, war ich mir da nicht mehr so sicher. “Hey!“, sagte ich überrascht. Sie fiel mir um den Hals und flötete mir fröhlich ins Ohr: “Ach Jenny, ich bin ja so verliebt!“ Ich schaute sie verwirrt an. „Wie verliebt? In wen denn?“, fragte ich total perplex. Sie grinste breit:“ Er heißt Georg! Er ist ja...“, weiter kam sie nicht, denn ich schnitt ihr das Wort ab: “GEORG LISTING?!“ Sie nickte erstaunt. “Woher kennst du ihn?“, fragte ich. “Ich hab ihn vor ungefähr einem Monat in der Stadt umgerannt, als Entschuldigung hab ich ihn auf einen Cafe eingeladen und dann haben wir uns fast täglich getroffen. Und gestern hat er mir dann gesagt, dass er sich in mich verknallt hat. Aber du bist doch jetzt hoffentlich nicht sauer, dass ich dir nichts von ihm erzählt hab, oder?“, erzählte sie mir. Ich schüttelte den Kopf :“Nee, is schon okay“. Das war wieder ein Zufall. Meine beste Freundin war aus Zufall mit meinem Kumpel zusammen gekommen. Ich musste grinsen und schaute dabei auf die Uhr. Oh Gott! Ich war schon eine halbe Stunde zu spät! Also zog ich Ann-So mit nach draußen, erklärte ihr schnell das mit Bill und machte mich auf den Weg zu ihm.
Als ich endlich ankam meinte Bill: “Du willst unbedingt mit mir reden, sagst dass das so wichtig ist und dann verspätest du dich um knapp ne Stunde... Dann ist es wohl doch nicht so wichtig, oder?“ Ich schaute zu Boden und murmelte leise: “Es tut mir Leid! Ich wurde aufgehalten...“ Bill sagte nichts, legte seine Hand unter mein Kinn und schob es hoch, sodass ich genau in seine haselnussbraunen Augen schauen konnte. Dann sagte er: “Macht doch nix! Jeder kann sich ja mal verspäten. Aber warum willst du denn unbedingt mit mir reden?“ Ich erklärte ihm erst mal das mit Ann-So und Georg und dann entschuldigte ich mich wegen der Aktion mit meiner Mutter. Bill lachte auf und erzählte mir, dass er das mit Georg und Ann-So schon wüsste und das Gustav ebenfalls eine neue Freundin hätte und zwar diese Lydia. Das mit meiner Mutter fand er eher lustig und war keinesfalls sauer war. Also hatte ich mir mal wieder umsonst solche Gedanken gemacht. Ich fiel ihm vor Erleichterung um den Hals und küsste ihn lange und leidenschaftlich.

Kapitel 18- Don’t kiss me
(Emilys Sicht)

Als ich heute morgen aufwachte, bekam ich einen riesigen Schock. Ich hörte eine Stimme die rief:“ Jenny! Wach endlich auf! Du musst in die Schule!“ Ich wollte schon zurück rufen, dass ich nicht Jenny heiße und dass garantiert keine Schule ist, weil wir mitten in den Sommerferien waren. Das mit den Sommerferien hatte ich aber wohl geträumt, denn die fingen ja erst in 3 Tagen an und da fiel es mir wieder ein: Heute war Mittwoch, das verlängerte Wochenende war vorbei und ich lag nach der Party gestern in Jennys Bett. Als ich das alles endlich gerafft hatte, rüttelte Jenny auch schon an mir rum: “Emily hörst du nicht? Aufstehen wir müssen zur Schule“. „Ach komm, wir schwänzen“, antwortete ich ihr doch von ihr kam nur: “Geht nicht. 1. Ich kapier zur Zeit eh gar nix 2. Du bist neu und da wärs nicht so gut, wenn du gleich schwänzt und 3. Ich muss doch noch mal mit Bill reden“. Das leuchtete mir ein und ich schälte mich aus der Decke. Wir kamen sogar noch nicht einmal zu spät zur Schule. Ich hatte heute nach der vierten aus und da ich nichts zu tun hatte, fragte ich Bill, ob er noch etwas Zeit hätte, bevor er sich mit Jenny traf. Und da er noch ein bissl Zeit hatte, machten wir einen Spaziergang im Park und quatschten. Wir setzten uns auf eine Parkbank und laberten weiter. Plötzlich nahm Bill meine Hände und presste seine Lippen auf meine. Ich wusste nicht wie mir geschieht, ließ mich aber trotzdem auf ihn ein, denn seine Lippen waren so weich, viel weicher als Toms und er küsste zärtlicher als Tom. Jetzt wusste ich wie Jenny sich immer fühlen musste. Ich konnte gar nicht beurteilen, ob Tom oder Bill besser küssen konnte, aber der Kuss mit Bill gefiel mir. Ich wusste nur nicht warum er das gerade gemacht hatte. Er war doch schließlich mit Jenny zusammen und ich mit Tom... Nach ungefähr zwei Minuten löste er sich dann von mir. Ich schaute ihn einfach nur ungläubig an. „Sorry“, flüsterte er. “Was war das denn gerade?“, fragte ich ihn. „Also, da hinten war meine Ex, die immer noch was von mir will und da ist mir nichts besseres eingefallen, als...“, erklärte er mir. “Ist schon klar“, meinte ich, “bleibt unter uns“. “Danke“, meinte er und dann mussten wir sowieso gehen. Er begleitete mich nach Hause und den Rest des Tages, wusste ich nichts mit mir anzufangen, außer Musik zu hören und Hausaufgaben zu machen. Aber da ich gut drauf war, half ich meiner Mutter bei der Hausarbeit und verdiente mir so etwas dazu. AM Abend telefonierte ich mit Tom, da er heute leider keine Zeit gehabt hatte. Ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, wegen des Kusses und so wollte ich ihm alles erzählen: “Tom ich muss dir was sagen...“, stammelte ich. “Na, so lange du nicht fremdgehst oder so, is doch alles okay“, meinte Tom scherzend. Doch nun begann ich zu weinen. “Tom ich hab Bill geküsst“. Es herrschte Stille. Dann fing Tom plötzlich an zu schreien: “Du hast was? Warum denn ausgerechnet meinen Bruder? Das kannst du doch nicht machen.... Was sagt denn deine beste Freundin Jenny dazu? Die findet das doch bestimmt genauso toll wie ich. Oh man, ich fass das nicht. Du knutschst meine Bruder. Warum Bill? Warum?“ „Tom, bitte beruhig dich!“, sagte ich leise und unter Tränen. Dann begann ich ihm alles zu erzählen. Toms Laune änderte sich schlagartig. Er begann zu lachen: “Ach so, das is ja nicht so schlimm. Ich hab mir das gerade alles viel schlimmer vorgestellt. Reden wir dann morgen noch mal drüber, ja?“ „Na klar. Aber kein Wort zu Jenny. Die weiß es noch nicht. Und ich glaube sie würde noch krasser reagieren als du. Also sag ihr bitte nichts“; bat ich ihn. “Joa, is klar! Ich halt dicht!“, sagte Tom und verabschiedete sich von mir. Mit einem reinen Gewissen Tom gegenüber konnte ich zum Glück gut schlafen.

Kapitel 19- I can’t believe!
(Jennys Sicht)

Endlich war es soweit! Es waren Sommerferien! Die 4 Jungs waren wieder in Berlin um ihr Video fertig zu drehen, schließlich sollte die Single schon am 15.08.05 heraus kommen. Ich machte mich gerade fertig um Emily fürs Schwimmbad abzuholen, da klingelte mein Handy. “Hey Jenny! Hier ist Emily!“, meldete sie sich. “Hey! Was gibt’s denn? Ich geh gleich los“ “Hör zu, es tut mir Leid, aber das mit Schwimmbad klappt heute leider nicht!“, erklärte mir Emily. “Warum denn nicht?“, fragte ich enttäuscht. “Weil Lotte kommt!“, sagte Emily freudig. “Wer bitte ist denn Lotte?“, fragte ich. “Na , meine beste Freundin aus Stuttgart!“, klärte sie mich auf. Beste Freundin? Ich dachte, ich wäre ihre beste Freundin... Da hatte ich mich wohl geirrt. Was hatte ich denn auch erwartet? Emily war jetzt ungefähr seit einem Monat wieder hier und wir hatten ein halbes Jahr keinen Kontakt mehr gehabt, da kann man ja nicht einfach zu besten Freunden werden. „Aber, wenn du willst, kannst du ja auch vorbei kommen, dann stell ich dir Lotte mal vor“, riss Emily mich aus meine Gedanken. “Na ja, von mir aus. Ich bin gleich da!“, stimmte ich zu, da ich nicht wusste, was ich sonst hätte machen sollen. Vielleicht war diese Lotte ja auch ganz nett.
Ich sagte meiner Mum noch schnell bescheid und ging 5 Häuser weiter zu Emily, diese war richtig glücklich, dass diese Lotte kam. Wir gingen in ihr Zimmer und quatschten ein bisschen. Nach ca. einer Stunde klingelte es dann. “Lotte!“, schrie Emily auf und rannte zur Tür. Ich ihr natürlich hinterher. Und dann stand sie vor mir, diese Lotte. Emily fiel ihr um den Hals und lachte:“Das ist so schön, dass du jetzt da bist!“ Die zwei sahen richtig glücklich aus und so fühlte ich mich doch etwas fehl am Platz. Ich blieb noch zwei Stunden, aber da ich eigentlich nicht beachtet wurde, sagte ich, dass ich jetzt gehen würde. Emily schaute mich noch nicht mal an und meinte nur „okay“. Ich ging. Irgendwie tat das weh, dass sie mich nicht beachtete. Morgen würde ich sie wohl noch mal darauf ansprechen müssen.
Gesagt, getan. Ich schüttete Emily mein Herz aus, wenn man das so nennen kann. “Jetzt hab dich doch nicht so. IS doch alles wie immer“, sagte sie nur. „Nein! Ist es nicht! Erstens beachtest du mich überhaupt nicht, was ich ja noch irgendwie verstehen kann, da diese Lotte da ist und zweitens, habe ich gestern erfahren, dass ich gar nicht deine beste Freundin, obwohl ich das dachte und es so gerne wäre“, entgegnete ich ihr. “Wie kommst du denn jetzt da drauf? Du bist hier meine beste Freundin und Lotte war es halt in Stuttgart“, versuchte sie mir zu erklären. “Okay. Hab wohl über reagiert. Tut mir Leid!“, entschuldigte ich mich. “Schon gut! Jenny! Mir tut es auch Leid!“, meinte Emily leise. „Was tut dir Leid? Du hast doch gar nichts gemacht“, sagte ich lachend. „Doch Jenny. Ich hab was ziemlich beschissenes gemacht. Aber das war nur wegen Bills Ex, bitte glaub mir...“, murmelte sie. Ich verstand gar nichts mehr, also fragte ich sie: “Was ist denn überhaupt passiert?“ “Ich... Ich... Ich hab... Ich hab mit Bill rumgeknutscht!“, flüsterte sie unter Tränen. Sie hatte WAS? Sie hatte mit Bill rumgekutscht? Mit meinem Freund Bill? Das konnte ich einfach nicht glauben, so falsch und hinterhältig konnte sie nicht sein. “Nein! Nein Emily! Das ist nicht wahr! Das darf nicht wahr sein!“, schrie ich sie an “Jenny! Es tut mir Leid! Ich kann dir das alles erklären!“, meinte Emily. “Das...Das ist so hinterhältig! Du bist so ein Miststück! Ich hasse dich!“ Mir liefen die Tränen übers Gesicht. Ich war so wütend und enttäuscht. Ich hob meine Hand, welche mit einem lauten Knall auf Emilys Backe landete. Ich drehte mich um und rannte davon. “Warte! Ich kann dir das doch erklären!“, schrie Emily mir noch verzweifelt hinterher. Das durfte doch nicht wahr sein... Warum? Warum nur hatte Emily Bill geküsst? Und warum hatte Bill sich das gefallen lassen? Diese blöde Kuh sollte doch zu ihrer beschissenen Lotte gehen. Das wollte und konnte ich ihr nicht verzeihen. Und Bill? Ich wusste es nicht. Ich wusste nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte... Er hatte meine beste Freundin geküsst! Ich musste wohl oder übel mit ihm reden, wenn er wieder da war...
Ich konnte schon lange nicht mehr, aber trotzdem rannte ich weiter! Ich wollte weg! Weg von Emily, Lotte und meinen Eltern, weg von allen! Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen. Ich spürte nur noch einen harten Aufprall...

Kapitel 20- Why do you do such shit?
(Emilys Sicht)

Mein Backe glühte. Jenny hatte echt heftig zugeschlagen. Ich hatte sie noch nie so wütend erlebt, ich konnte sie zwar verstehen, denn ich hätte wohl genauso reagiert, aber ich war doch nicht schuld daran gewesen, schließlich hatte Bill mich ja geküsst. Um das ein für alle mal klarzustellen, lief ich Jenny hinterher. Da ich ziemlichen Rückstand hatte, verlor ich sie aus den Augen. Ich wollte schon aufgeben und umdrehen, da sah ich etwas dunkles auf der Straße liegen. Als ich ein Stück näher darauf zuging, erkannte ich, dass es eine Person war und als ich vor dieser Person stand, lief es mir eiskalt über den Rücken. Scheiße, dachte ich scheiße! Vor mir lag Jenny, sie blutete am Kopf und ich bekam das abgrundtief schlechteste Gewissen auf Erden. Ich zitterte und mein Körper bewegte sich wie automatisch. Ich zog mein Handy aus der Tasche, doch vor lauter Tränen konnte ich die Tasten nicht erkennen. Wie aus Eingebung wählte ich die 112. Es kam mir wie Stunden vor, bis endlich der Krankenwagen kam. Die Sanitäter redeten wirres Zeug, dass ich nicht verstand. Das letzte an was ich mich erinnerte, war das sie ein Gerät holten und versuchten Jenny wieder ins Leben zurückzuholen, dann fiel auch ich in Ohnmacht.

Als ich aufwachte, wusste ich zuerst nicht wo ich war. Das Zimmer glich weder meinem, noch Toms oder Jennys. Bei dem Gedanken an Jenny, fiel es mir jedoch wieder ein. Ich musste wohl im Krankenhaus sein. Ich erinnerte mich an Das Drama das vorhin passiert war und geriet regelrecht in Panik! Mir ging die ganze Zeit das Bild im Kopf rum, wie die Ärzte versuchten Jenny das Leben zu retten. Wo war sie? Wie ging es ihr? War sie überhaupt noch am Leben?
Plötzlich ging die Tür auf und wer stand vor mir? TOM! Ich konnte es nicht glauben, wo kam der denn her? Ich dachte erwäre mit Tokio Hotel in Berlin um das Video fertig zu drehen. Bevor ich ihn danach fragen konnte, küsste er mich ganz vorsichtig. Dann fing er an:“Mensch Emily! Eigentlich wollte ich nur bei dir anrufen um zu fragen wie es dir geht, da hat mir deine Mutter von dem na ja, wie soll ich sagen, Unfall erzählt. Eigentlich wollten wir ja noch ein bisschen in Berlin bleiben, doch bei so was sind wir natürlich sofort zurück gekommen und...“ “Und... und ... und was... was ist mit Bill?“, fragte ich ängstlich. “Also, ähm... ihm geht es nicht so gut, kannst dir ja vorstellen warum, er leidet gerade ziemlich...“;stotterte Tom. “Wie er leidet? Was ist los? Was ist mit Jenny? Ist sie etwa...“, stotterte ich nun panisch zusammen. “Nee, also nicht direkt, also sie... ähm, sie liegt im... Koma“, sagte Tom leise. Ich brach in Tränen aus. “Meinst du wir können zu ihr?“, schniefte ich. Tom nickte. ER half mir aus dem Bett und gemeinsam tapsten wir durch die kalten, grauen Krankenhausflure. Unser Weg führte uns in die Intensivstation, wo jedes Zimmer ein großes Fenster besaß durch welches man ins Zimmer gucken konnte. Durch ein solches schaute ich auch zuerst in Zimmer 314. Was ich sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Jenny war mit Schläuchen förmlich zugekleistert und neben ihr saß Bill, dem es sichtlich schlecht ging. Er war blass und ihm schienen die Tränen unaufhörlich über die Wangen zulaufen, diese hinterließen immer wieder schwarze Spuren auf seinen Backen, von seiner Schminke. So einen emotionalen Anblick hatte ich noch nie in meinem Leben und mir schossen die Tränen aus den Augen, denn ich fühlte mich so schuldig. Bill hatte uns wohl bemerkt, denn er ließ Jennys Hand los und stand auf. Er kam genau auf uns zu. Ich fiel ihm um den Hals und sagte unter Tränen:“Es tut mir alles so unbeschreiblich Leid! Ich wollte das nicht! Aber ich musste es Jenny sagen, ich hatte einfach so ein schlechtes Gewissen, aber es hat alles nur noch viel schlimmer gemacht. Verzeih mir, bitte!“ “Jetzt mach dich nicht verrückt und geh zu Jenny, sie braucht dich jetzt einfach mehr als ich“, antwortete Bill mit einem starren Blick und sehr monotoner Stimme. Ich ging ins Zimmer und setzte mich an Jennys Bett. Dann schaute ich noch mal raus zu den Zwillingen. Tom war so süß. Er umarmte Bill, der sofort anfing zu schluchzen. Als er sich etwas beruhigt hatte, wischte Tom ihm die Tränen aus dem Gesicht. Ich hatte noch nie einen Junge gesehen wie Bill, der seinen Gefühlen einfach emotional seinen freien Lauf ließ und noch nie so starke Zwillinge, sie hielten wirklich zusammen wie Pech und Schwefel und waren für einander da. Jenny hatte das auch immer bewundert. Ja, Jenny. Ich schaute sie an. Sie war so blass. Es war ein schrecklicher Anblick. Ich musste wohl ziemlich verzweifelt sein, denn ich begann mit ihr zu reden. Ich redete mit Jenny:“In so einer Situation wärst du bestimmt stark gewesen. Nicht wahr? Du bist immer stark. Wir bräuchten dich jetzt so dringend! Jenny, wenn du mich verstehst, dann drück bitte meine Hand, bitte“, flehte ich regelrecht und nahm ihre Hand, die so kalt war. Kaum hatte ich meinen Satz beendet, spürte ich einen leichten Händedruck, er war kaum spürbar, aber er war da. Das war mit Sicherheit das schönste Gefühl in meinem bisher so jungen Leben. Hinter mir ging die Tür auf und Bill kam rein. Ich drückte ihn noch einmal und ging dann wieder auf mein Zimmer. Dort schaltete ich meinen I-Pod an, den mir meine Eltern vorhin vorbei gebracht hatten und mit der Musik von TH schlief ich schließlich ein.

Kapitel 21- The Darkness inside
(Jennys Sicht)

Wie lange ich jetzt wohl schon im Dunkeln lag? Manchmal konnte ich Gespräche wahrnehmen. Bill, Emily, Tom und meine Eltern. Sie sprachen oft zu mir, wohl aus Verzweiflung, denn oftmals weinten sie, denn ich spürte wie Tränen auf mich hinab tropften. Es tat weh, zu wissen, dass sie leiden und ich sie nicht beruhigen kann. Ich fühlte mich wie in einem Traum. Ich nahm nicht viel wahr. Ich konnte auch nichts machen, ich konnte weder sprechen, noch aufstehen, nein, ich konnte ja noch nicht mal meine Augen öffnen. Ich wollte schreien oder weinen, aus Verzweiflung oder Wut, aber es ging einfach nicht. Ich fühlte mich furchtbar hilflos. Das einzige Glücksgefühl war, als ich es schaffte ganz sachte eine Hand zu drücken, ich glaube es war Emilys, denn es hatte sich sehr nach der Hand eines Mädchens angefühlt. Toms Hände waren größer und nicht so zart und auch die Hände von Bill waren größer. Er nahm oft meine Hände, er war der Mensch der am Meisten bei mir war und der am Meisten weinte. Ich würde ihn so gerne trösten doch wie?
Aber warum war ich eigentlich hier? Ich wusste nur noch das Emily und Bill zusammen rumgeknutscht hatten. Der Gedanke daran versetzte mir Stiche ins Herz. Warum nur? Ich dachte mir eigentlich, dass es dafür eine vernünftige Erklärung geben musste, aber ich konnte sie ja nicht danach fragen? Ach, verdammt! Was konnte ich überhaupt? Und wieder spürte ich diese Hilflosigkeit.
Doch dann hörte ich ein Gespräch und ich versuchte mich genau darauf zu konzentrieren, was mir sehr schwer fiel. “Das ist alles meine Schuld!“, heulte jemand. “Nein! Ist es nicht, schließlich habe ich dich geküsst, also ist es meine!“, erwiderte jemand anderes mit trauriger Stimme. Oh man, das war echt schwer das Gespräch zu verfolgen. Aber ich glaubt, dass das eben Emily und Bill gewesen waren. Doch dann ertönte eindeutig Toms Stimme:“Das bringt euch echt nix, wenn ihr euch die Schuld gebt! Was passiert ist, ist passiert! Auch wenn das blöd klingt! Und ihr könnt verdammt noch mal gar nichts dafür, dass Jenny seit 16 Tagen im Koma liegt“. Dann herrschte Stille. Ich lag im Koma. Seit 16 Tagen... Oh man. Ich musste wohl nicht sehr tief im Koma liegen, denn ich bekam ja relativ viel mit. Ich hatte mir das immer ganz anders vorgestellt. Doch ich kümmerte mich nicht weiter darum, denn ich hörte wie Tom weitersprach:“Bill? Emily und ich gehen runter in die Cafeteria. Willst du mit?“ “Nein“, war Bills knappe Antwort. „Ok. Willste was zu trinken oder zu essen haben?“, fragte Tom. “Nein“, antwortete er wieder knapp. Ich hörte wie sich die Tür öffnete und wieder schloss. Dann waren Schritte zu hören und ich spürte wie Bill meine Hand nahm. “Ach Jenny! Ich vermiss dich so! Wach doch bitte endlich wieder auf! Ich muss dir so viel sagen und dir die Sache mit Emily und mir erklären. DA war nix, das war nur weil meine Ex in der Nähe war und ich dachte, das wäre perfekt, wenn ich Emily jetzt küsse, damit sie mich endlich in Ruhe lässt. Aber wahrscheinlich hörst du mich ja gar nicht“, flüsterte er. Doch Bill ich höre dich. Aber woher solltest du das auch wissen. Er ließ meine Hand los und strich mir sanft übers Gesicht. “Ich lieb dich!“, begann er zu flüstern und wieder fing er an zu weinen. “Das hab ich noch nie zu einem Mädchen gesagt. Doch du bist die jenige, bei der ich das wirklich ernst meine. Ich liebe dich Jenny!“, schluchzte er. Das war jetzt echt mal rührend und ich konnte noch nicht mal sagen: “Ich liebe dich auch!“. Ich wollte es, aber ich konnte nicht. Dann spürte ich Bills weiche Lippen, die mich vorsichtig küssten. In meinem Bauch flogen bestimmt 1000 Schmetterlinge und das gab mir verdammt viel Kraft, ich weiß nicht wie, aber ich schaffte es die Augen leicht zu öffnen und ich erwiderte seinen Kuss. Bill riss die Augen auf und löste sich blitzartig von mir. Seine Augen strahlten und er rief fröhlich:“ Du bist wach! Du bist endlich wieder bei mir! Ich kann das einfach nicht glauben!“ Ich lächelte schwach. Durch Bill Kuss hatte ich es geschafft, diese verdammt Dunkelheit in mir zu verdrängen! Dann öffnete sich die Tür und Emily und Tom kamen rein. Als sie mich sahen, freuten sie sich genauso wie Bill. Emily weinte sogar vor Freude. Auch Bills Augen glänzten verdächtig nur Tom blieb cool. Schließlich weinen Machos ja nicht. Ja, ich war endlich wieder wach, nach 16 Tagen Koma...

Kapitel 22- Chartbreaker
(Emilys Sicht)

Mir liefen die Tränen von den Wangen. Jenny war wach, ich konnte es kaum glauben. Heulend umarmte ich sie. “Wieso?“, fragte ich, “Wieso bist du auf einmal wieder wach?“ “Man könnte sagen, Bill hat mir Kraft gegeben“, meinte sie etwas tonlos und schwach. Das musste ich nicht kapieren, aber es war mir auch egal. Es war einfach toll, sie wieder wach und mit offenen Augen zu sehen.
Tom hatte inzwischen auf den roten Knopf gedrückt, der neben Jennys Bett in der Wand war, um die Krankenschwester kommen zu lassen. Nach ca. 2 Minuten trat sie dann auch schon herein und das Erste, was aus Toms Mund zu hören war, war ein lautes Pfeifen, dass er jedoch aufgrund meines Blickes schnell wieder unterdrückte. “Meinst du, du bist bis Ende der Ferien wieder fit?“, fragte ich Jenny. “Warum das denn?“, sah sie mich ziemlich fragend an. “Na, wir fahren doch nach den Sommerferien auf Klassenfahrt“, erinnerte ich sie. “Ach ja, dass hatte ich ganz vergessen... Denke schon, das ich dass wieder fit bin, muss ich ja“. Die Krankenschwester wurde langsam ungeduldig und bat uns zu gehen. “Wir kommen dann morgen wieder, also Tom und ich. Bill kommt aber bestimmt noch mal“, versicherte ich Jenny und dann wurde ich auch schon aus der Tür geschoben. Auf dem Gang nahm Tom mich in die Arme und küsste mich. “Siehste, hab ja gesagt dass alles wieder gut wird“, meinte er zufrieden und zusammen schlenderten wir aus dem Krankenhaus. Ich übernachtete heute mal wieder bei Tom. Da ich wusste das es Jenny gut ging, wurde es eine wundervolle Nacht und ich konnte seit langem mal wieder richtig gut schlafen. Als ich aufwachte, war es 1 Uhr mittags. Tom saß neben mir, nur mit Boxershorts bekleidet und guckte mich ganz süß an. “Heute läuft unser Video das erste Mal im Fernsehen“, meinte er „und wenn alles gut geht sind wir morgen unter den besten 100 in den Charts“. “Träum weiter“, meinte ich grinsend „weißt du eigentlich was ihr für ne Konkurrenz habt, z.B. US5?“ “Boar hör mir auf mit denen. Wir sind doch nicht so eine beschissene Boyband, aber wir werden sehen“, meinte er und damit war das Thema erst mal abgehakt. Nach dem Mittagsessen, fletzten sich Bill, Tom und ich uns gemütlich auf die Couch im Wohnzimmer.
Wir schalteten VIVA ein und als das Video dann anlief, musste ich lachen. “Wieso lachst du?“, fragte Bill mich. “Na ja, das kommt im Fernsehen etwas komisch rüber. Ihr seht halt irgendwie wie Mädchen aus“, meinte ich lachend. Die zwei sagten dazu nichts mehr, sondern schauten nur mit beleidigten Gesichtern wieder zum Fernseher. Am Nachmittag besuchten wir Jenny, die uns freudig erzählte, dass sie voraussichtlich schon in einer Woche entlassen werden würde. Die Freunde war natürlich riesig. Zum Abschied drückten Tom und ich sie noch mal und Bill gab ich einen zärtlichen Kuss. Wir machten uns auf den Heimweg. “Wo sind eigentlich Georg und Gustav?“, fragte ich auf einmal in die Stille hinein. “Also Gustav ist bei Lydia und Georg ist mit Ann-So in Malle, glaub ich“, antwortete Tom. “Oho, sind Georgs Eltern denn so reich? Das er sich gleich nen Urlaub leisten kann?“, wunderte ich mich. Jedoch bekam ich keine Antwort, da Tom geradewegs gegen eine Straßenlaterne gelaufen war. Bill und ich bekamen uns vor lachen gar nicht mehr ein und das hielt noch bis zu unserem Haus an. Heute wollte ich Tom endlich meinen Eltern vorstellen. Sie wussten zwar, dass ich einen Freund hatte, jedoch hatten sie ich noch nicht zu Gesicht bekommen. Bill verabschiedete sich von uns und Tom und ich gingen ins Haus. Meine Befürchtung, dass meine Eltern Tom als „nichtpassend“ empfinden würden, bestätigte sich zum Glück nicht. Abends schlief ich doch sehr schnell in Toms Armen ein, obwohl ich eigentlich gar nicht müde gewesen war. Mach den Videotext an! Mach doch bitte mal den Videotext an!“, weckte mich Toms Stimme aus meinen Träumen! “Was ist los?“, fragte ich verstört. “Du sollst mal bitte den Videotext anmachen! Ich will mal schauen, ob wir in den Charts sind!“, drängte Tom. Doch das war gar nicht mehr nötig, denn plötzlich klingelte Toms Handy. “Platz 1! Platz 1!“, schrie Bill so laut ins Ohr, dass sogar ich es verstand. Tom machte ein ungläubiges Gesicht und jubelte dann laut los. Dank diesem plötzlichen Erfolg durfte ich den ganzen Tag mit Tom Fernsehen und tatsächlich kam auf jedem Sender etwas über die 4 Newcomer. So ging der Tag relativ schnell um. Hätte ich aber gewusst, dass dieser plötzliche Erfolg unserer und Jennys und Bills Beziehung noch mal ernsthafte Probleme bereiten würde, dann hätte ich mir doch ernsthafte Gedanken darüber gemacht. Aber daran dachte ich an diesem Tag gar nicht.

Kapitel 23- Again and again
(Jennys Sicht)

Ich kam wieder aus dem Krankenhaus raus, aber der Arzt meinte, ich dürfte unter keinen Umständen zu viel Stress ausgesetzt sein. Bill, Tom, Gustav und Emily holten mich ab. Georg war, wie ich später erfuhr immer noch mit Ann-So im Urlaub. Gustav blieb nicht lange, da er später noch mit Lydia verabredet war. Wir verließen das Krankenhaus, als wir raus kamen, standen da doch tatsächlich 2 Mädchen, die wie verrückt schrieen. Ich dachte, dass das hier ein Krankenhaus wäre, aber die zwei gehörten eindeutig in eine Psychiatrie. Da fiel es mir wieder ein, die Jungs waren ja jetzt berühmt. Mein Verdacht bestätigte sich als die zwei anfingen “Biiiiiiiill! Toooooom! Wir lieben euch!“ und so was zu schreien. Die Jungs grinsten breit und gaben artig Autogramme. Gustav verabschiedete sich danach von uns und wir beschlossen zu Bill und Tom nach Hause zu gehen. Als wir ankamen bekam ich einen Schock. Um die 20 Mädels standen vor ihrer Tür und kreischten hysterisch rum. Emily und ich wurden natürlich sofort ausgebuht, als sie uns entdeckten. Bill nahm meine Hand und zog mich ins Haus. Tom und Emily verzogen sich gleich auf Toms Zimmer, also genoss ich die Zweisamkeit mit Bill. Gegen neun aber beschloss ich zu gehen, da meine Eltern wahrscheinlich schon sehnsüchtig auf mich warteten.
Als ich vor die Tür trat kamen sofort wieder Buhrufe und es flog irgendwas durch die Luft. Ich bekam etwas ziemlich hartes an den Kopf und begann zu taumeln. “Nein!“, keuchte ich. Ich kam doch gerade erst aus dem Krankenhaus und noch mal wollte ich dort nicht hin.
Da war wieder dieser Schmerz, denn abermals traf mich etwas am Kopf. Ich weiß nicht warum, aber plötzlich stand Bill in der Tür. Die Rufe hörten augenblicklich auf und verwandelten sich in hysterisches Kreischen. Bill sah besorgt zu mir rüber. “Habt ihr sie eigentlich noch alle? So was könnt ihr doch nicht machen! Lasst sie in Ruhe!“, schrie Bill und die Fans waren plötzlich ganz ruhig und guckten entsetzt zu Bill. Dieser rannte auf mich zu und zig mich aus der Masse. Die Fans waren wohl zu geschockt um uns zu folgen. “Hey... Alles okay?“, fragte er vorsichtig. Doch statt zu antworten keuchte ich nur einmal auf, denn mein Kopf schmerzte fürchterlich. Bill sah mich besorgt an und zog dann scharf die Luft ein. “Du, du blutest ja!“, stellte Bill schockiert fest. Doch zu einer Antwort war ich nicht fertig, denn schon wieder wurde alles schwarz vor meinen Augen. Diesmal spürte ich aber keinen harten Aufprall, denn Bill hatte mich aufgefangen. “Jenny! Nicht ohnmächtig werden!“, sagte Bill panisch. „Hey! Bitte! Mach die Augen wieder auf!“ Ganz langsam und behutsam öffnete ich meine Augen wieder. Schloss sie aber schnell wieder, denn es drehte sich alles. “Komm, ich bring dich nach Hause“, meinte Bill. Ich öffnete meine Augen wieder und hakte mich bei ihm unter, da sich immer noch alles drehte. Bill brachte mich also nach Hause. “Danke! Danke für alles!“, flüsterte ich. “Hey, das is ja wohl selbstverständlich“, sagte Bill und küsste mich noch mal kurz zum Abschied.
Meine Eltern empfingen mich natürlich überglücklich. Doch als sie meine Platzwunde sahen, veränderte sich ihre Miene schlagartig. Meine Mutter verarztete mich. Eine Antwort auf die Frage, woher ich diese Platzwunde habe, bekamen meine Eltern nicht. Ich fiel totmüde ins Bett. Ich schloss die Augen und wollte eigentlich sofort schlafen, doch ich hörte sie immer wieder rufen, die Fans. “Du blöde Schlampe! Was willst du von Bill ? Verpiss dich! Lass die Finger von ihm!“, dass alles und noch viel mehr hatten sie gerufen. Meine Augen brannten. Warum? Warum nur? Ich hatte ihnen doch gar nichts getan...
Doch, hatte ich. Ich war mit Bill zusammen und das war der Traum der meisten Fans und deshalb würden sie das nie akzeptieren. Jetzt liefen mir die Tränen über die Wangen. Ob Bill wohl zu mir halten würde? Ob er sich wohl von mir trennen wird, weil er jetzt berühmt ist? Ich weinte heftiger und ein Gefühl von Panik erfasste mich. Ich hatte plötzlich Angst, furchtbare Angst. ES klingelte und bei dem schrillen Geräusch der Klingel zuckte ich zusammen. Ich zog mir die Decke über den Kopf und weinte weiter. “Jenny?“, fragte eine leise Stimme. “Nein! Geh weg! Lass mich allein!“, schrie ich heulerisch. “Jenny? Was ist denn los?“, fragte die Stimme in einem besorgten Ton. “Geh doch endlich weg!“, sagte ich jetzt um einiges leiser, denn die Tränen erstickten meine Stimme. Ich spürte wie mich jemand in den Arm nahm. Ich schob die Decke weg und schaute in das besorgte Gesicht von Bill. “Was machst du denn noch so spät hier? Es ist halb elf!“, fragte ich mit erstickter Stimme. “Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Du warst so fertig nach der Fan-Attacke und da dachte ich, ich geh lieber noch mal zu dir um zu gucken wies dir geht“, sagte er leise uns strich mir die Tränen aus dem Gesicht. “Aber jetzt sag mir bitte was los ist“, forderte er und nahm mich wieder in den Arm. Ich erzählte ihm alles, angefangen von meinen Sorgen wegen unserer Beziehung bis hin zu der Angst vor seinen Fans. Er hörte sich alles an, tröstete mich ein wenig und meinte dann:“ Jenny, solange wir zusammen halten wird alles gut! Ich liebe dich!“ “Ich liebe dich auch!“, hauchte ich und glaubte sogar, dass alles gut werden würde. Bill übernachtete kurzfristig bei mir. Ich war so glücklich, dass er jetzt für mich da war.
Am nächsten Morgen holte ich die Post rein, Bill schlief noch. Ich hatte sogar einen Brief bekommen. Fröhlich öffnete ich ihn und las:
“DU BESCHISSENE SCHLAMPE! LASS DIE FINGER VON BILL!!! WENN NICHT, DANN BRING ICH DICH UM! DAS IST KEIN SCHERZ! ICH MEIN DAS TOD ERNST! WENN ICH EUCH NOCH MAL ZUSAMMEN SEHE BRING ICH DICH UM, VERSTANDEN?“ Ein kurzer Schrei entfuhr mir und ich taumelte rückwärts. Das konnte doch nicht wahr sein! Was sollte ich jetzt bloß tun?

Kapitel 24- Trouble, Trouble, Trouble
(Emilys Sicht)

Morgens wurde ich von einem beunruhigenden Anruf von Jenny geweckt. “Emily! Es ist so schrecklich... Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...“ “Jetzt mal ganz langsam und erzähl erst mal was passiert ist“, versuchte ich sie zu beruhigen. “Sie haben mich beworfen... es war schrecklich und wenn Bill nicht gekommen wäre, dann... und dann diese Morddrohung... Was soll ich denn nur machen?“ “Ach du meine Güte. Also ich hab bei Tom übernachtet und warte mal...“. Ich schlich zum Fenster und zog die Gardine zurück. Was ich sah, schockte mich ein wenig. Vor dem Haus standen mindestens 10 Mädels und es war noch nicht einmal halb zehn. “Was sagst du? Eine Morddrohung ?“, fragte ich zitternd. “Ja, es ist so schrecklich. Ich liebe Bill doch und...“ “Hey Jenny, klär das erst mal mit Bill und ich rede mal mit Tom darüber, okay?“, schlug ich ihr vor, da auch ich nicht weiter wusste. “Na gut“, stimmte sie mir zu und ich legte auf. Inzwischen hatten mich die Fans bemerkt und zeigten mir den Mittelfinger und riefen Dinge, die ich zum Glück nicht verstand. Ich weckte Tom und erzählt ihm alles. “Jetzt mach dir mal keine Sorgen Schatzi. Ich stehe und halte zu dir, egal was kommt oder passiert!“, sagte er noch etwas verschlafen, aber man merkte, dass er es ernst meinte. Diese Worte zu hören beruhigte mich sichtlich. Das Haus der Kaulitz verließ ich durch den Hinterausgang und zum Glück bemerkte mich keiner der kreischenden Fans. Zu Hause klingelte das Telefon und am anderen Ende war Lotte. Mensch, von der hatte ich ja ewig nichts mehr gehört. “Hey!“, meldete ich mich überfreudig. “Was geht?“ “Also, ich wollte dich mal was fragen und zwar du wohnst ja jetzt in Magdeburg, gell?“ “Joa, so sieht’s aus“, sagte ich nichts ahnend. “Also, da wohnt doch auch diese neue, geile, süße, junge Band. Ach du weißt schon welche. Also Tokio Hotel“. Ach du scheiße, dachte ich. Sollte ich ihr die Wahrheit erzählen? “Also, die sollen doch Freundinnen haben...“, erzählte Lotte fröhlich weiter. Okay, ich konnte ihr die Wahrheit nicht sagen... Also unterbrach ich sie: “Also Lotte, Sorry, aber ich muss jetzt los. Ich hab noch was echt wichtige vor“, mit diesen Worten legte ich auf. Ich wusste nicht was ich jetzt machen sollte. Ich legte mich auf mein Bett und dachte nach. Doch zu einer Lösung kam ich nicht.

Kapitel 25- What?
(Jennys Sicht)

Die Sommerferien waren zu Ende und Tokio Hotel waren in aller Munde. Die Klassenfahrt von Emilys und meiner Klasse stand bevor. Emily war furchtbar aufgeregt und wir freuten uns natürlich riesig. Bill und Tom hatten wir in letzter Zeit leider nicht so oft gesehen und freuten uns deshalb umso mehr mit ihnen auf Klassenfahrt zu fahren. Die Klassenfahrt ging an die Nordsee.
Die Jungeherberge war ziemlich schön. Leider wurden die Zimmer Klassenweise aufgeteilt, so konnte ich nicht mit Emily in ein Zimmer. Ich teilte mir also ein Zimmer mit Ann-So, die natürlich nicht mehr mit Georg in Malle war und Jojo und Melissa aus Ann-So und meiner Clique..
In welches Zimmer Emily gekommen ist, wusste ich nicht. Unsere Klassen wussten auch noch nicht, dass Emily und Tom und Bill und ich zusammen waren, fiel mir später ein. Da Emily und ich getrennte Zimmer hatten, sahen wir uns leider nicht ganz so oft wie geplant, aber jedenfalls aßen unsere Klassen gemeinsam. Als Emily, Tom, Bill und ich uns zu viert an einen Tisch setzten, wurde ja schon viel getuschelt, aber als Emily und Tom dann auch noch anfingen rumzuknutschen, war der Skandal dieser Klassenfahrt perfekt. Denn Emily wurde sofort unterstellt, dass sie mit Tom nur rumknutschen würde, weil er ja jetzt berühmt wäre.
Eigentlich war es auch ein Wunder, dass keine Paparazzis oder Fans die Jungenherberge belagerten.
Am Abend meinte Bill, er müsse unbedingt mal mit mir reden, es wäre echt wichtig. Ich traf mich natürlich mit ihm. “Hör zu Jenny! Reg dich jetzt bitte nicht auf, ja?“, plapperte er gleich drauf los. “Moment! Um was geht’s denn eigentlich? Warum soll ich mich nicht aufregen?“, fragte ich leicht verwirrt. “Wir, also Tom und ich, werden ein Jahr lang nicht mehr zur Schule gehen!“, sagte er. “Was? Warum denn nicht? Ihr könnt doch nicht einfach die Schule schmeißen! Das geht doch nicht!“, meinte ich leicht panisch. “Das machen wir ja nicht, wir machen nur.... Pause und haben neben bei so was wie Nachhilfe. Es geht halt einfach nicht mehr. Die Fans belagern die Schule und.. ach du hast es doch selbst gesehen“, versuchte er es mir zu erklären. Ich wusste nicht was ich sagen sollte, deshalb drehte ich mich um. “Bitte, lass mich alleine!“, sagte ich zu Bill und rannte auf mein Zimmer, wo ich mich erst mal aufs Bett fallen ließ. Was jetzt? Ich sah in so kaum noch, wenn er nicht mehr zur Schule gehen würde, würde ich ihn so gut wie gar nicht mehr sehen. Machte unsere Beziehung so überhaupt noch einen Sinn? Plötzlich wurde die Tür geöffnet. Emily trat ein und meinte fröhlich: “Wie war’s mit Bill?“ Jetzt rollten mir die Tränen doch über die Wangen. Sie nahm mich in den Arm und ich erzählte ihr, was eben passiert war. “Was jetzt?“, fragte ich schniefend.

Kapitel 26- We can’t stay together
(Emilys Sicht)

Ich konnte es einfach nicht glauben. Tom und Bill würden für ein Jahr die Schule schmeißen? “Ich weiß nicht“, meinte ich zweifelnd. “Sollen wir Schluss machen?“ “Was? Das können wir nicht machen!“, schrie Jenny verzweifelt auf. “Ich weiß es käme sehr plötzlich und wir lieben die zwei auch über alles. Wir werden Tom und Bill vielleicht das Herz brechen. Aber es ist besser für sie und auch besser für uns“. Mir begannen Tränen in die Augen zu steigen, denn das was ich da sagte, wollte ich selbst nicht wahr haben. Jennys Augen wurden auch schon wieder wässerig- Schließlich heulten wir beide hemmungslos, bis die Tür aufging und Lea, eine meiner Klassenkameraden in der Tür stand. Was machte die denn hier? Ich konnte sie gar nicht ab und sie mich auch nicht, deshalb kam unser Anblick ihr wahrscheinlich sehr gelegen und schon schallte es über den Flur: “Hey Leutz! Kommt mal schnell alle her, ich glaub die 2 Schlampen haben Liebeskummer!“ Ehe wir uns versahen, standen auch schon unsere gesamten Klassen in der Tür und die Schadenfreude konnte man in ihren Gesichtern ablesen. Von hinten drängten sich Bill und Tom durch die Menge. “Ach, sieh mal an, da kommen ja schon die „Beschützer“,“ keifte Lea. “Die Schwuchtel und der ach so coole Tom“, lästerte sie weiter ab. Bill schubste sie zur Seite und Tom knallte die Tür zu. “Was geht denn hier ab?“, fragte Tom mit einem besorgten Blick. “Äh... nix, nix“, kam ich Jenny zuvor. Diese sagte nichts mehr dazu. “So, so“, meinte Bill, der sichtlich besorgt war. “Aber ihr müsste ja nix sagen, wenn ihr nicht wollt“. Das fand ich sehr sozial von ihm, dass er nicht versuchte es aus uns rauszukitzeln. Als die Jungs dann schließlich wieder gingen, weil wir nichts sagten und die Leute die vor der Tür standen sich auch wieder verzogen hatten, redete ich weiter zu Jenny. “Wir haben ja heute Freizeit. Was hälst du davon, wenn wir uns die Jungs schnappen und zum Strand gehen?“, fragte ich sie. “Ja klar. Warum auch nicht?“ “Ich war hier schon mal mit meinen Eltern und hier gibt es 15 Minuten entfernt einen einsamen Strand, also wenn du Lust hast, können wir da hingehen“, schlug ich vor und so waren wir drei Stunden später auf dem Weg zu diesem Strand. Es wurde so ein schöner Abend. Wir setzten uns auf die Badetücher, die wir uns mitgenommen hatten und quatschten. Na ja, eigentlich knutschten wir eher rum. Also Jenny mit Bill und ich mit Tom natürlich. Es wurde schon langsam dunkel, aber wir hatten noch anderthalb Stunden Zeit, bis wir wieder in der Jugendherberge sein mussten. Es war für so spät abends, was heißt spät es war erst neun Uhr, aber es war noch total warm. “Boar is mir warm“, kam es auf einmal von Tom wie als ob er meine Gedanken lesen könnte. “Dann gehen wir doch baden“, schlug ich vor, merkte aber im gleichen Moment, dass wir uns alle keine Badesachen mitgenommen hatten. Jenny ,die ja schamlos wie immer war, meinte: “Wir haben zwar keine Badesachen dabei, aber dann gehen wir halt Nacktbaden, oder?“. “NACKTBADEN?! Nicht mit mir!“, schrie Bill. Ich weiß nicht wie aber Jenny bekam ihn doch irgendwie rum und so gingen wir splitternackt in der Nordsee baden. Mit der Zeit wurde es aber doch ziemlich kalt und wir zogen uns wieder an. Ich konnte nur hoffen, dass uns keiner gesehen hatte, was aber nicht der Fall zu sein schien. Als ich später im Bett lag, dachte ich noch mal über die Beziehung zwischen Tom und mir nach. Ich würde ihn wohl oder übel verlassen müssen... Oder gab es vielleicht doch eine andere Möglichkeit?

Kapitel 27- Never Ending X2
(Jennys Sicht)

Die Klassenfahrt war vorbei und Bill und Tom würden morgen schon wieder irgendwo hinfahren, ich würde Bill heute Abend noch einmal sehen, bevor wegfuhr. Ich hatte einen Entschluss gefasst, was unsere Beziehung betraf.
Bill küsste mich zur Begrüßung leidenschaftlich und obwohl dieser Kuss so schön war, war er für mich irgendwie traurig. Währende des Kusses stieß ich ihn weg und meinte: “Lass uns doch einen Spaziergang machen“. Er stimmte zu und legte den Arm um mich, diesen stieß ich aber vorsichtig weg. Er guckte etwas verwirrt, sagte aber nichts dazu. Als wir im Park ankamen, blieb ich stehen und begann zu weinen. “Hey Süße! Was ist denn los?“, fragte Bill besorgt. “Ich... Ich mach... Schluss!“, sagte ich aus heiterem Himmel. Bill guckte mich total schockiert an. “Was?“, keuchte er kaum hörbar. “Du hast schon verstanden! Ich mach Schluss!“, schrie ich. “Aber... aber... aber warum denn?“, fragte er und er begann tatsächlich zu weinen. “Es geht nicht weiter. Ich kann nicht mit dir zusammen sein“, meinte ich. “Das ist doch kein Grund. Egal was es ist, wir schaffen das schon, ich“ “NEIN! Wir schaffen das nicht, denn ich liebe dich nicht mehr!“, schrie ich, schaute ihm dabei aber nicht in die Augen, denn es war gelogen, aber anders hätte er es nie verstanden. Ich liebte Bill mehr als jeden anderen Menschen auf dieser Welt, aber ich konnte das alles nicht mehr aushalten, die Drohbriefe und das wir uns nur so selten sahen. Bill fiel vor mir auf die Knie. “Das.. Das ist nicht wahr!“, schluchzte er. “Doch!“, antwortete ich ihm kalt. “Dann schau mir verdammt noch mal in die Augen und sag es mir! Sag das du mich nicht mehr liebst!“, forderte Bill. Wie konnte er? Ich schaute in seine mit Tränen gefüllten Augen. Wie konnte er nur so was von mir verlangen? “Ich... Ich...“, begann ich stotternd. “Siehst du? Du kannst es nicht!“, sagte er und in seinen Augen spiegelte sich so etwas wie Hoffnung. “Doch!“, wiedersprach ich ihm. Ich musste das jetzt durchziehen, auch wenn es ihm und mir das Herz brach. Es tat mir furchtbar Leid, aber es ging einfach nicht anders. Ich schaute Bill fest in die Augen und sagte kühl: “Ich... liebe... dich... nicht mehr!“. Bill, der immer noch kniete, guckte wie versteinert und ihm liefen die Tränen wie Bäche über die Wangen. Ich wollte mich gerade umdrehen, denn ich konnte dieses Bild nicht länger ertragen als Bill mich am Handgelenk packte. “Jenny! ich glaub dir und ich werde es akzeptieren müssen! Aber bitte, tu mir noch einen letzten Gefallen! Küss mich noch ein letztes Mal, dass ich jedenfalls in dem Moment das Gefühl habe, dass ich dich noch nicht verloren hätte. Bitte! Ich verspreche dir, danach wirst du mich nie wieder sehen“, flehte er förmlich und stand auf. Ich ging auf ihn zu und erfüllte ihm diesen letzten Wunsch. Der Kuss schien ewig zu dauern. Es war so schön und doch so traurig, denn es sollte unser letzter sein. Er löste sich von mir und murmelte: “Danke! Und jetzt geh! Bitte!“. Wieder begann er zu weinen und ich drehte mich um und rannte davon. Es brach mir das Herz. Mit dem Gedanken, dass ich Bill immer lieben würde. Denn da war ich mir sicher. Unsere Liebe würde niemals enden.

(Emilys Sicht)

Ich hatte mich mit Tom für heute Abend verabredet. Die Klassenfahrt war ja auch schon wieder vorbei und die Jungs mussten nach Berlin zur Produktion ihres neuen Songs fahren. Ich hatte mir fest vorgenommen, dass das heute der letzte Abend für Tom und mich sein würde. Nein, dachte ich, nein, dass konnte doch noch nicht vorbei sein. Bei diesem Gedanken kamen mir die Tränen, aber ich machte mich trotz schweren Herzens auf den Weg zur Pizzeria, wo ich mit Tom heute das letzte Mal essen würde. Immer wieder gingen mir diese drei Wörter durch den Kopf: DAS LETZTE MAL! Ich versuchte sie aus meinem Kopf zu bekommen, aber es funktionierte einfach nicht. Also gab ich es auf, ich musste in die Realität blicken. Vor der Pizzeria kam Tom schon auf mich zu. Er nahm mich in den Arm und küsste mich, wie würde ich das wohl vermissen... Es tat mir so weh, Tom so fröhlich zu sehen und zu wissen, dass sich das nachher wohl schlagartig verändern würde. Ich unterdrückte meine Tränen und setzte mich ein Lächeln auf. Tom merkte nichts. Vielleicht blind vor Liebe??? Nachdem wir gegessen hatten, gingen wir schlendernd durch die Stadt. Meine Gedanken schweiften zu Jenny und Bill. Ich wusste, dass auch sie heute Schluss machen wollte. Ob sie es schon hinter sich hatte? Wie Bill wohl reagiert hatte? Ich wusste, dass er sie über alles liebte. Der Arme...
Wir waren schon bis zum Waldrand gelaufen und meine Füße taten in meinen neuen Schuhen höllisch weh. Deshalb setzten wir uns auf eine Bank, die dort stand. In meiner Hosentasche spürte ich eine Kette. Es war die Kette. Tom hatte sie mir am Ende der Klassenfahrt geschenkt. Ich würde sie ewig behalten. Es herrschte absolute Stille, diese wollte Tom mit einem Kuss brechen, aber ich blockte ab. Er schaute verdutzt. Als ich dann Tränen über die Wangen liefen, nahm er mich in den Arm und küsste mir die Tränen von den Backen, doch das machte alles nur noch schlimmer. Ich stieß ihn weg. “Du Tom, ich muss es dir jetzt sagen. So geht das nicht weiter mit unserer Beziehung! Ich mach Schluss!“ “Was?“, stotterte er ungläubig. Er kannte mich aber schon lang genug um zu wissen, dass das kein Witz war. “Aber warum? Was hab ich dir getan? Was hab ich denn falsch gemacht?“, kam es von ihm. Er war ein Macho, er war ach so cool, doch jetzt liefen sogar ihm die Tränen übers Gesicht. Das zeigte mir mal wieder, dass er mich liebte wie kein anderer zuvor, aber was sollte ich denn machen? Es ging einfach nicht mehr. “Tom! Es ist einfach so, Ok? Stell jetzt aber bitte keine weiteren Fragen“ “Ich kann aber nicht glauben, dass das alles schon vorbei ist“, jammerte er. “Ist es aber!“, sagte ich bestimmt und versuchte dabei stark zubleiben. “Na gut, ich kann wohl nichts mehr daran ändern. Aber trotzdem sollst du wissen: Ich liebe dich über alles und werde es auch immer tun!“, sagte er schniefend. Noch ein letztes Mal berührten sich unsere Lippen und wir versanken mit der Dunkelheit. Auch wenn es jetzt aus ist, eins ist klar: OUR LOVE WILL NEVER ENDING !!!

ENDE


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Chilly (Emilys Sicht) & Kitty (Jennys Sicht)
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