By your side-by Shingel
Bestandene OP & Interview mit Tom

Wie es scheint wurde Bill gestern schon operiert, obwohl die OP erst für heute geplant war. Aber ich kann euch beruhigen: Es ist alles gut verlaufen! Man muss jetzt eben noch die 10 Tage des Schweigens abwarten, um feststellen zu können, ob die Stimme so geblieben ist wie bisher... Wenn das so ist, ist alles wieder gut!
Zur weiteren Kommunikation hat Tom ihm eine Schul-Kreidetafel geschenkt. Süße Idee^^


Wenn Bills OP schiefgeht, muss ich ans Mikr

„Tokio-Hotel“-Sänger Bill Kaulitz (18) muss an den Stimmbändern operiert werden. Sein Zwillingsbruder Tom ist ständig bei ihm, pflegt ihn, muntert ihn auf. Da er den Kranken nicht allein lassen wollte, führte BILD-am-SONNTAG-Reporterin Nicola Pohl das Interview mit ihm ausnahmsweise per E-Mail.

BILD am SONNTAG: Tom, dein Bruder Bill wird heute oder morgen operiert. Wie verbringt Bill seine Tage zu Hause?

TOM KAULITZ: Bill liegt die meiste Zeit im Bett und guckt Videos. Wir haben ihn mit DVDs zugeschüttet, damit er den Mund hält. Momentan zieht er sich gerade die komplette Staffel von „Prison Break“ rein, da geht er richtig drauf ab. Ab und zu schlurft er dann in Trainingsklamotten zum Kühlschrank und holt sich was zu essen. Wenn er sich jetzt noch mit Dosenbier vor'n Fernseher setzen würde, um Fußi zu gucken, dann wär ich richtig stolz auf meinen kleinen Bruder. Ich glaub, aus dem kann noch was werden, der macht sich langsam.

Wer kocht für Bill?

Ich koch ihm momentan jeden Tag Spaghetti mit meiner Spezial-Sauce. Die Sauce is’ in aller Bescheidenheit der Hammer. Bill hängt sie wahrscheinlich derbe zum Hals raus, aber ohne Stimme kann er sich ja schwer beschweren. Obwohl er eigentlich auch mit Stimme ganz ruhig sein müsste. Bill kocht nämlich noch schlechter als ich. Ab und zu kommt unsere Ma zu Besuch, man sieht Bill dann schon an, dass er sich freut, wenn sie dann mal das Kochen übernimmt.

Wie fühlt es sich an, so lange am Stück zu Hause zu sein?

Wir sind seit Jahren fast jeden Tag unterwegs und auf einmal, von heute auf morgen, hängen wir nur noch zu Hause rum. Das ist schon ein krasser Wechsel. Man fällt total in ein Loch und auf einmal fehlt es einem, unterwegs zu sein. Außerdem fehlt Bill das Singen. Bill singt ja nicht nur auf der Bühne und im Studio, sondern normalerweise auch den ganzen Tag zu Hause. Kein Wunder, dass seine Stimme angeschlagen ist. Jetzt ist er erst mal ruhiggestellt – ich find diese Ruhe ja mal ganz angenehm.

Hat Bill Schmerzen? Wie munterst du ihn auf?

Och, ich glaub, Schmerzen hat er nicht. Na ja, und wenn er welche hätte, könnte er ja jetzt ohne Stimme sowieso nich’ groß rumjammern. Normalerweise redet Bill ja auch durchgehend und unaufhörlich wie’n Wasserfall, das kann richtig nerven. Ich hab gerade die entspannteste Zeit meines Lebens. Wenn jetzt einer redet, bin ich das, und Bill kann sich nicht wehren – das is’ super. Gestern hat er dann mit’m schwarzen Kajal „Halt die Fresse“ auf’n Zettel geschrieben. Wenn ich Billi zu sehr auf’n Sack gehe, hält er jetzt immer den Zettel hoch.

Begleitest du Bill ins Krankenhaus? Wie lange muss er voraussichtlich dort bleiben?

Bill möchte nur so kurz wie irgend möglich im Krankenhaus bleiben. Wahrscheinlich wird er es da nur so ein bis zwei Tage aushalten. Ich werde mit ihm zusammen hinfahren und auf jeden Fall die ganze Zeit bei ihm bleiben. Unsere Familie, die engsten Freunde, Georg und Gustav und unser Team werden Bill natürlich auch besuchen kommen.

Was machen Schlagzeuger Gustav und Bassist Georg denn eigentlich im Moment?

Na ja, für die bleibt alles beim Alten. Was sollen die schon machen? Die machen nichts, wie immer. (lacht) Georg spielt wahrscheinlich den ganzen Tag an sich rum und Gustav macht ’ne Radtour. Nein, im Ernst, ich glaube, da geht es uns allen vier ähnlich. Durch die Zwangspause kommen wir alle mal so richtig runter. Vielleicht gar nicht so schlecht.

Hast du Angst, dass „Tokio Hotel“ sich nach der OP nicht mehr so anhört wie früher? Befürchtet Bill, dass seine Stimme nach der OP höher oder tiefer klingen wird?

Da ham wir ehrlich gesagt wirklich Schiss vor, und zwar alle beide. Da geht uns der Arsch echt auf Grundeis. Bill hat mir schon mit Zeichensprache klargemacht, dass ich halt sonst nach der OP ans Mikro muss. Na ja, Phil Collins hat ja früher auch Schlagzeug gespielt, bevor er angefangen hat zu singen.

Ihr habt also einen Notfallplan. Eure Fans sind ebenfalls sehr besorgt. Es kommen sicher viele Geschenke für Bill an, oder?

Wie die Fans sich gerade ins Zeug legen, is’ echt unglaublich und total süß. Bill wird momentan mit Fan-Geschenken zugeschüttet. Die meisten sind von Bills Hals inspiriert. Für den nächsten Skiurlaub ist er jedenfalls ausgestattet. Er hat jede Menge an Halstüchern und Schals bekommen und außerdem können wir jetzt ’ne Apotheke aufmachen. Ohne Ende Hals-Bonbons, Multivitamin-Tabletten, Vitamin C, Zink und ganz viel von so homöopatisch angehauchten und Abwehrkräfte steigernden Mitteln. Wenn man das alles auf einmal nimmt, schiebt man wahrscheinlich ganz gut ’nen Trip.

Quelle: Bild.de
31.3.08 17:41
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de